19.4.13
Ein wenig Westen!
Aaaah welch glückliches Ereignis. In der „Foreigeners Street“ habe ich ein nettes westliches Cafe gefunden „Gemen“ der Name. Der Kafee dort intressiert mich weniger, ich bin ja kein Kaffeetrinker, da bin ich in China schon gut aufgehoben mit dem ganzen qualitativ hochwertigen Tee. Nein, das ist für mich kein Problem. Leo der Kolumbianer hat da größere Schwierigkeiten, denn als Kolumbianer braucht man natürlich guten Kaffee. Den gibt es hier sogar in einigen Plätzen, aber er ist ziemlich teuer.
Westliches Essen ist ein größeres Problem. Denn immer die chinesische Küche ist mühsam. Immer fettiges Fleisch, immer ölig...immerhin habe ich ja durch Faith einen guten Japaner/Italiener im Zentrum kennengelernt. Wirklich authentisches Essen dort, wenn auch nicht zu billig. Aber der ist etwas weit weg. In der Foreigners Street gibt es jedenfalls dieses Kaffee, die haben auch ein paar Sachen zu essen. Aber auch das ist in dem Fall nicht das was mich interessiert.... denn bisher habe ich nichts gutes in ihrem Angebot gefunden. Die Crepes schmecken fad, die Pizza hat keine Paradeiser und schmeckt ebenfalls fad.
Was ist also so toll daran?
Sie haben Brettspiele!
In diesem Land gibt es so etwas nämlich nicht: Das Konzept des Brettspielens ist hier weitgehend unbekannt. Die Chinesen haben klassische Karten für ein paar Kartenspiele. Diese habe ich hier bisher nur dann im Einsatz gesehen wenn es darum ging Trinkspiele zu veranstalten. Da die Chinesen aber auch wenig trinken, kommen auch die Spielkarten nicht wirklich zum Einsatz.... Ansonsten wird hier ausnahmslos Mahjongg gespielt. Wer jetzt glaubt das Mahjongg ist so wie das Mahjongg das wir von Windows kennen der irrt. Das spielt sich sehr anders. Auf dieses Spiel sind sie jedenfalls ziemlich versessen. Es wird häufig gespielt und ist für viele Leute ein wichtiger Lebensinhalt. Ich kann es schon spielen, die Regeln habe ich mir schon mühsam erschlossen, nur was die Regeln zum gewinnen sind … das habe ich noch nicht herausgefunden....
Man würde ja auch glauben das die Chinesen das chinesische Schach spielen würden. Erstaunlicherweise wird aber auch das nicht gespielt. Ich habe schon häufiger westliches Schach gefunden als das chinesische. Was unterscheidet das chinesische Schach vom westlichen? Nun, es gibt viele Unterschiede. Ein erwähnenswerter Unterschied ist, dass es beim chinesischen Schach eine Kanone als Figur gibt und jeder König in einem Palast sitzt.
Das chinesische Schach ist für westliche Personen etwas mühsam zu spielen, da die einzelnen „Figuren“ meist durch Flache Steine dargestellt werden die chinesische Schriftzeichen zur Identifikation der Figur tragen.... das macht das spielen nicht gerade leicht für uns....
Aber zurück zu den „normalen“ Brettspielen. Ich habe beim letzten Besuch in Kunming nach einem Ort gesucht an dem ich Brettspiele kaufen kann. Wir waren selbst in einem großen ToysRus... keine Brettspiele zum kaufen. Daher habe ich für meinen Besuch vorgesorgt, ich bin schließlich durchaus ein passionierter Spieler. Wegen Gewichtsbeschränkungen sowie Platzbeschränkungen wurden es nicht zuviele und nicht zu ausgefallene Spiele. 4 Spiele wurden es also: Abolone, Ubongo Travel, Dixit und der Klassiker Uno!
In dem Cafe gibt es aber neben fadem Essen, Importbier und ähnlichem sowie sauberem und gemütlichen Ambiente (was in China nicht selbstverständlich ist!) Brettspiele zum ausborgen. Für 6 Yuan pro Person pro Stunde ist man dabei. Also 80 Eurocent pro Stunde, das ist ein angemessener Preis. Zu speziellen Zeiten zahlt man als Student nur 3 Yuan pro Stunde. Und die haben durchaus anspruchsvolle Spiele im Angebot. So etwas wie Puerto Rico, Axis and Allies oder Funkenschlag. Einige der Spiele sind auf Deutsch, viele auf Englisch, ein paar auf Japansich und ein erklecklicher Anteil in chinesisch. Natürlich sind auch Klassiker wie Uno und Jenga dabei.
Wir haben dieses Angebot jedenfalls gleich mal ausgenutzt. Faith ist direkt zum Fan von Uno geworden. Für mich verwunderlich, denn wir haben Uno nur zu zweit gespielt, und zu zweit ist Uno jetzt nicht so der Renner, aber ihr taugt es. Ist mir nur recht, Uno ist eine gute Einstiegsdroge :)
Eigentlich wollten wir Samstags zu dritt spielen, Leo sollte uns begleiten, aber der ist dann im Lokal „Salvadors“ hängengeblieben: Als wir ihn dort abholen wollten hatte er gerade eine intensive Kommunikation mit einer Vietnamesin am laufen.
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DIXIT?!?! :-) LG bobo
AntwortenLöschenja, sogar mit den Erweiterungen! ich will das mal hier mit ein paar Chinesen spielen, ich bin gespannt ob man auf die Assoziationen die sie haben draufkommt!
AntwortenLöschenps: ... welcher bobo?