3.7.13

Pruefungen vorbei!

Okay, erst habe ich mir zu wenig Zeit gelassen um richtig für die Prüfungen lernen zu können. Aber es ist dann alles offenbar sehr gut gegangen, ich habe ein gutes Gefühl... mit allen 3 Prüfungen. 
Ein bisschen krank ist dass für die „Speaking“ class es am meisten notwendig war chinesische Charakter lesen und schreiben zu können... man hätte das wohl eher von der „Reading“ class vermutet in der man auch das schreiben lernt. Die Prüfungen in Reading bestanden aus:
Sätze korrigieren, aus Worten Sätze bilden, Einsetz-Übungen, zu chinesischen Zeichen das korrespondierende Pinyin hinzuschreiben und auch umgekehrt. Die Speaking Prüfung hatte auch das alles. Noch zusätzlich die Aufgabe 6 Sätze über das Leben in China zu schreiben (natürlich in chinesischen Schriftzeichen) sowie einen mündlichen Teil in dem man Charakter und Pinyin aussprechen sollte und ein Bild beschreiben sollte.
Die Prüfung für Listening hatte:

Zuhören und das entsprechende Pinyin erkennen, Töne erkennen, kurzen Dialogen zuhören und dann zu jedem Dialog eine Frage zu beantworten (zB: was will der Mann kaufen? Wo befindet sich die Dame? In welchem Zimmer wohnt Mali?) und von einem Diktat einzelne Worte in einen vorgegebenen Text einsetzen. Sehr chinesisch: der Laptop über den die aufgenommenen Texte gesprochen hatte eine grauenhafte Audioqualität! Und das Prüfungszimmer hat furchtbar gehallt. In den Übungen habe ich dieselbe CD mit den Dialogen besser verstanden... aber ich denke ich habe es dennoch gut gemeistert. Einige der Dialoge hatte ich davor geübt und wusste daher mit Sicherheit die richtige Antwort selbst wenn ich nicht alles verstand.
Hier in China haben im Moment ALLE Prüfungen. An denselben Tagen, in denselben Stunden. Die Prüfungskultur hat Jahrhunderte Tradition in China! Und irgendwie merkt man das auch. Es ist schwer zu beschreiben. Aber die "gaokan", die wichtigen Abschlussprüfungen halten wie ich schon einmal schrub hier das ganze Land in Atem!
Damit werden dann hier auch alle zur selben Zeit dann wahnsinnig wenn sie die Prüfungen geschafft haben. Gestern Abend war die „ ini-Ausgehmeile“ aka Foreigners Street und Umgebung sehr ausgelassen... das war sicher nichts gegen
昆都 (Kundu) DER Ausgehmeile der Stadt, aber man merkte es auch in der Foreigners Street.
Naja... halt chinesisch wahnsinning, das ist hier nicht so ungut wie es in Wien werden kann wenn man die U4-Schwedenplatz wandert an manchen Tagen wenn gerade viel gefeiert wird. Das liegt einfach daran weil die Leute hier meist nicht soviel trinken... und ja auch nicht vertragen :)

Wann und wie ich die Ergebnisse der Tests kriege hat mir niemand sagen können... weder die Professoren noch die Administration... ich denke aber das ist ein Unikum der KUST und gilt nicht für alle Unis hier. Die Profesoren haben aber gleich gesagt sie wüssten zwar nicht wie wir da rankommen aber sie schicken uns die Ergebnisse über SMS.
Uns?
Leo ist zu den Prüfungen gekommen, die Mitstudentin aus Laos aber nicht. Leo hat sich nicht wirklich gut geschlagen da er einfach keine Lust hat die chinesischen Schriftzeichen zu lernen. Das ging die erste Zeit gut, aber hat ihm jetzt wohl bei den Prüfungen das Kreuz gebrochen. Er bleibt noch ein weiteres Semester hier, fehlgeschlagene Prüfungen sind aber kein Problem da er kein Stipendiumsstudent ist. Er kann einfach weiterstudieren. Das die Stipendiumsstudentin aus Laos nicht angetreten ist wird für sie jedoch zum Problem werden.
Das Stipendiumssystem hier ist interessant zu beobachten. Der chinesische Staat lässt es sich viel kosten Ausländern Stipendien zukommen zu lassen. Das monatliche Taschengeld an ausländische Studenten mit Stipendium hier sind höher als viele Monatslöhne, außerdem wird ihnen die Student Dormitory noch extra bezahlt die qualitativ viel besser ist als jene in denen die chinesischen Studenten wohnen! Und es gibt VIELE ausländische Studenten mit Stipendium hier. Die Länderzusammensetzung gibt auch schön Aufschluss darauf auf welche Länder sich China strategisch konzentriert. Laos, Cambogia, Pakistan, Indien(!), etwas Thailand, einige afrikanische Staaten.
In einem Gespräch vermutete meine Freundin meine laotische Mitstudentin ist nur hier für eine schöne Zeit um noch zusätzlich Geld einzustreichen, da die Kohle die sie hier bekommt ein vielfaches ist was Laoten normalerweise verdienen können....


Jetzt ist es jedenfalls vorbei, ich versuche jetzt ein offizielles Zeugnis oder sowas zu bekommen. Das hat aber die Uniadministranten bisher nur sehr verwirrt. Freitag soll ich wiederkommen. Solche Aussagen kenne ich schon aber na gut, dann mache ich das... 

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