Xishuangbanna bedeutet übrigens
12-Felder oder so ähnlich in einer lokalen Sprache hier. Die Gegend
war früher ein eigenes Königreich und es lebt hier die sogenannte
Dai Minorität. Diese sind mehr oder weniger Thais. Aber das alles
nur am Rande.
Erst habe ich mir angesehen wie ich hinkomme. Von Kunming gibt es keinen sinnvollen Zug, bleiben nur Bus und Flugzeug. Im Moment ist natürlich „High Season“ also sind die Plätze begehrter und die Preise höher. Daher habe ich mich dann für die 60€ Bus Variante anstatt der 200€ Flugvariante entschieden. Dies bedeutete aber auch dass es für mich schwieriger war das richtige Ticket zu kriegen und den richtigen Bus zu besteigen. Steven hatte sich bereiterklärt mir zu helfen und mit mir Tickets zu kaufen, denn Faith war bereits mit ihren Touristen unterwegs.
Wieder einmal gab es ein Kommunikationsproblem, daher war er dann überrascht als ich am Tag meiner Abreise sein Versprechen einforderte. Er entschied dann spontan mitzufahren und dort einen Tag zu bleiben.... das sind 8 Stunden hinfahrt und 8 Stunden Rückfahrt in der Nacht jeweils für den Tag Aufenthalt. Ich machte ihn darauf aufmerksam aber das störte ihn nicht sonderlich, also ging es dann los. Später sagte er zwar zu Faith er entschied sich nur deswegen mitzufahren weil er Angst hatte ich würde das alleine einfach überhaupt nicht schaffen.... das war doch recht beleidigend. Ich weiß nicht warum immer alle glauben ich wäre zu solchen Sachen nicht in der Lage? Auch Faith die die ersten 2 Male panische Angst hatte als ich alleine für ein paar Tage in Kunming war.... ich habe schon soviele Länder bereist und habe noch immer alles was ich mir vorgenommen hatte geschafft... ich denke ohne chinesische Hilfe sogar um einiges effizienter als mit... tssss... na jedenfalls war ich über ein wenig Gesellschaft doch froh. Ich hatte daher nun zwar meine „Three Kingdoms“ Romanserie umsonst gekauft aber die konnte ich ja zu einem anderen Zeitpunkt lesen.
Die Busse von Kunming haben sogar Klimaanlage die sogar recht gut funktioniert und man hat ein nicht gerade sauberes Bett zum schlafen. Ein Film wird gezeigt und sonst wird gefahren. Ich muss sagen die vietnamesischen Busverbindungen sind edler und besser, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.
Als wir den Bus bestiegen hatte ich das Bett ganz vorne rechts oben in der Nähe des Fahrers und Steven hatte das Bett ganz hinten links unten. Ich persönlich glaube ja das unsere Betten soweit auseinander waren war auf Stevens betreiben und nicht weil uns die Busfirma soweit auseinander platziert hat... Das Problem meines Bettes war das es ein wenig kürzer ist als die normalen und zu den Füßen etwas schmäler wird. Das ist recht ungut gerade wenn man nicht so klein ist wie der Standard-Asiate. Ich konnte auch den Film schwer ignorieren denn der Bildschirm hing gleich links neben mir...
Erst scherzten Steven und ich noch über meinen Platz, aber er bot mir später sogar an zu tauschen. Von seinem Platz aus konnte er den Film nicht verfolgen und schlafen wollte er noch nicht. Das Angebot nahm ich also gerne an auch zumal ich den Film „Alien vs Predator 2“ der lief nicht so toll finde. Natürlich warnte ich ihn zuvor nochmal über das Bett aber ihm war es recht.
Um 1 in der Nacht gab es dann einen Stop und ich ging aufs Klo. Beim zurückkommen habe ich dann nach Steven geschaut. Dieser meinte er könne nicht schlafen. Meine Antwort darauf war dass das natürlich kein Wunder sei, immerhin habe er sich einen Horrorfilm kurz vor der Schlafenszeit angesehen... ich fragte ihn dann ob er einen Gutenachtkuss will das würde ihm vielleicht helfen aber er lehnte ab.
Also war er natürlich die Nacht über nicht in der Lage zu schlafen und jammerte den Nächsten Tag ständig. In der Früh kamen wir schließlich an. In der Provinzhauptstadt von Xishuangbanna namens Jinghong City. Als erstes brauchten wir ein Frühstück. An einem Snackstand nahm dann Steven ein typisches südchinesisches Frühstück zu sich. Heiße Sojamilch und Joutiao in heißer süßer Sojamilch. Joutiao sind längliche herausgebackene... Teigdinger. Nichts drinnen, einfach nur rausgebacken. Der Teig ist ähnlich wie Krapfen. Ich hatte nur die Sojamilch und aß die Bananen die ich noch in Kunming für die Fahrt gekauft hatte. Wahrscheinlich kamen diese Bananen sowieso aus Xishuangbanna.Dann gings ins Taxi denn wir hatten geplant zum Manting-Park zu fahren. Denn dort gibt es chinesische Elefanten. Schließlich fuhren wir aber dann zu einem Tempelpark. Denn der Taxifahrer sagte der Mantingpark sei noch nicht offen und die Elefantenauführungen sind sowieso später und der andere Park ist in der früh besser. Meine Alarmglocken schrillten schon. Ein alter Trick bei chinesischen Taxifahrern ist:DiesUndDas ist noch nicht offen, oder gerade im Umbau oder gibt es nicht mehr damit sie dich dann woanders hinbringen können wo sie Komission bekommen können. Aber sei es drum wir hatten eh noch keinen fixen Tagesplan und von einem Tempelpark hatte ich auch gehört also machen wir halt den zuerst.
Erst habe ich mir angesehen wie ich hinkomme. Von Kunming gibt es keinen sinnvollen Zug, bleiben nur Bus und Flugzeug. Im Moment ist natürlich „High Season“ also sind die Plätze begehrter und die Preise höher. Daher habe ich mich dann für die 60€ Bus Variante anstatt der 200€ Flugvariante entschieden. Dies bedeutete aber auch dass es für mich schwieriger war das richtige Ticket zu kriegen und den richtigen Bus zu besteigen. Steven hatte sich bereiterklärt mir zu helfen und mit mir Tickets zu kaufen, denn Faith war bereits mit ihren Touristen unterwegs.
Wieder einmal gab es ein Kommunikationsproblem, daher war er dann überrascht als ich am Tag meiner Abreise sein Versprechen einforderte. Er entschied dann spontan mitzufahren und dort einen Tag zu bleiben.... das sind 8 Stunden hinfahrt und 8 Stunden Rückfahrt in der Nacht jeweils für den Tag Aufenthalt. Ich machte ihn darauf aufmerksam aber das störte ihn nicht sonderlich, also ging es dann los. Später sagte er zwar zu Faith er entschied sich nur deswegen mitzufahren weil er Angst hatte ich würde das alleine einfach überhaupt nicht schaffen.... das war doch recht beleidigend. Ich weiß nicht warum immer alle glauben ich wäre zu solchen Sachen nicht in der Lage? Auch Faith die die ersten 2 Male panische Angst hatte als ich alleine für ein paar Tage in Kunming war.... ich habe schon soviele Länder bereist und habe noch immer alles was ich mir vorgenommen hatte geschafft... ich denke ohne chinesische Hilfe sogar um einiges effizienter als mit... tssss... na jedenfalls war ich über ein wenig Gesellschaft doch froh. Ich hatte daher nun zwar meine „Three Kingdoms“ Romanserie umsonst gekauft aber die konnte ich ja zu einem anderen Zeitpunkt lesen.
Die Busse von Kunming haben sogar Klimaanlage die sogar recht gut funktioniert und man hat ein nicht gerade sauberes Bett zum schlafen. Ein Film wird gezeigt und sonst wird gefahren. Ich muss sagen die vietnamesischen Busverbindungen sind edler und besser, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.
Als wir den Bus bestiegen hatte ich das Bett ganz vorne rechts oben in der Nähe des Fahrers und Steven hatte das Bett ganz hinten links unten. Ich persönlich glaube ja das unsere Betten soweit auseinander waren war auf Stevens betreiben und nicht weil uns die Busfirma soweit auseinander platziert hat... Das Problem meines Bettes war das es ein wenig kürzer ist als die normalen und zu den Füßen etwas schmäler wird. Das ist recht ungut gerade wenn man nicht so klein ist wie der Standard-Asiate. Ich konnte auch den Film schwer ignorieren denn der Bildschirm hing gleich links neben mir...
Erst scherzten Steven und ich noch über meinen Platz, aber er bot mir später sogar an zu tauschen. Von seinem Platz aus konnte er den Film nicht verfolgen und schlafen wollte er noch nicht. Das Angebot nahm ich also gerne an auch zumal ich den Film „Alien vs Predator 2“ der lief nicht so toll finde. Natürlich warnte ich ihn zuvor nochmal über das Bett aber ihm war es recht.
Um 1 in der Nacht gab es dann einen Stop und ich ging aufs Klo. Beim zurückkommen habe ich dann nach Steven geschaut. Dieser meinte er könne nicht schlafen. Meine Antwort darauf war dass das natürlich kein Wunder sei, immerhin habe er sich einen Horrorfilm kurz vor der Schlafenszeit angesehen... ich fragte ihn dann ob er einen Gutenachtkuss will das würde ihm vielleicht helfen aber er lehnte ab.
Also war er natürlich die Nacht über nicht in der Lage zu schlafen und jammerte den Nächsten Tag ständig. In der Früh kamen wir schließlich an. In der Provinzhauptstadt von Xishuangbanna namens Jinghong City. Als erstes brauchten wir ein Frühstück. An einem Snackstand nahm dann Steven ein typisches südchinesisches Frühstück zu sich. Heiße Sojamilch und Joutiao in heißer süßer Sojamilch. Joutiao sind längliche herausgebackene... Teigdinger. Nichts drinnen, einfach nur rausgebacken. Der Teig ist ähnlich wie Krapfen. Ich hatte nur die Sojamilch und aß die Bananen die ich noch in Kunming für die Fahrt gekauft hatte. Wahrscheinlich kamen diese Bananen sowieso aus Xishuangbanna.Dann gings ins Taxi denn wir hatten geplant zum Manting-Park zu fahren. Denn dort gibt es chinesische Elefanten. Schließlich fuhren wir aber dann zu einem Tempelpark. Denn der Taxifahrer sagte der Mantingpark sei noch nicht offen und die Elefantenauführungen sind sowieso später und der andere Park ist in der früh besser. Meine Alarmglocken schrillten schon. Ein alter Trick bei chinesischen Taxifahrern ist:DiesUndDas ist noch nicht offen, oder gerade im Umbau oder gibt es nicht mehr damit sie dich dann woanders hinbringen können wo sie Komission bekommen können. Aber sei es drum wir hatten eh noch keinen fixen Tagesplan und von einem Tempelpark hatte ich auch gehört also machen wir halt den zuerst.
Wie dessen Name war habe
ich vergessen aber Faith nannte ihn später „Big Buddha Temple“.
Und der Name passt verdammt gut! Schon aus ein paar Kilometern
Entfernung sieht man durch den Dunst eine riesige 45 Meter Buddah
Statue die auf die Stadt blickt!
Eintritt war eigentlich verdammt viel, 120 Yuan. Dafür hätten wir auch einen Tour Guide bekommen, aber wie ich später hörte verzichtete Steven auf diesen denn es gab keinen der der englischen Sprache mächtig war und verständlicherweise wollte er nicht ständig übersetzen... als wir im Tempelkomplex waren fing es dann stark zu regnen an was uns zum warten veranlasste. Erst als der Regen etwas nachlies machten wir uns weiter auf den Berg zu erklimmen. Ganz oben angekommen waren wir dann aber leicht verstimmt weil der größte Tempel der Anlage der dort sein sollte noch gar nicht fertig war... also konnten wir dann auf eine weitere monumentale Baustelle blicken von denen es ja in China genug gibt. Ich war ein wenig enttäuscht dass die Bauarbeiter keine Mönche waren und während der Arbeit keine Mantras sangen... da hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Dennoch konnte man von dem obersten Punkt einen schönen Blick über die Stadt werfen. Ein Stück weiter unten war die riesige 45m-Buddhastatue. Das erinnerte mich an meinen Besuch am Monte Christo mit meinem Vater vor einem halben Jahr... der Jesus war zwar nicht in Gold dafür war er (wahrscheinlich?) massiver Stein. Der Buddha hier eher weniger.
Nach dem Besuch ging es zurück in die Stadt.
Die Stadt ist extrem grün, riesige Palmen und andere Pflanzen wohin man schaut. Die Architektur ist sehr anders, mit den typischen thailändischen Verzierungen und Dächern! Es ist schwül und heiß und zu dieser Jahreszeit (?) kann es schnell zu heftigen Regenfällen kommen die lange oder kurz andauern.
Was einem hier auffällt: Alle Geschäfte und Straßen und alles sonstige ist nicht wie normal mit chinesischen Zeichen und Pinyin beschriftet sondern mit chinesischen Zeichen und thailändischen Schriftzeichen! Manchmal findet man auch Pinyin, dann sind es 3 Schriften.
Zum Mantingpark ging es also mit dem Taxi doch dann begann ein tropischer strömender Regen also haben wir erstmal im Tourismuszentrum des Parks schutz gesucht. Von dort hatte man zwar keine wirklich tolle aussicht bis auf eine Statue von … ich glaube es war Zhou Enlai der in den 60ern einmal in diese Stadt gekommen war um mit der Dai Minorität das „Water Splashing Festival“ zu feiern. Das war genug ihm eine Statue im Park aufzustellen. Als der Regen irgendwann weniger wurde sind wir dann losmarschiert. Der Park ist ganz nett anzusehen, aber die Elefantenshow war leider nicht.... die Elefanten sind krank, außerdem hatten wir eine falsche Zeit. Sehr gut gefallen haben mir die Buddhistischen Tempel am Ende des Parks aber zu denen kommt man offenbar auch ohne Eintritt zu zahlen. Das Gold der Tempel leuchtet der beeindruckend in der Sonne wie wir viel später bemerken konnten!
Als nächstes ging es zur „Restaurantmeile“ wie ich dachte. Schließlich war es nun schon Mittag. Steven hatte aber eigentlich Lokalmeile gemeint, und die war natürlich noch nicht wirklich offen und viele Restaurants gab es dort nicht und wir wollten natürlich lokales Essen probieren. Wie so häufig in China fanden wir viele Szechuan-Restaurants aber sonst nicht wirklich etwas. Gefunden haben wir dann schließlich doch etwas. Dort haben wir dann auch bestellt und gut gegessen. Die Besitzer waren zwar natürlich wieder mal aus Szechuan wie Steven dann heraushörte... aber das tat der Qualität des Essens keinen Abbruch. Mir schmeckt das Essen hier jedenfalls besser als die klassischen Yunnan-Gerichte!
Zum Essen bestellte Steven dann noch ein Bier wovon ich ihm vehemennt abriet: Es war schwül und heiß und erst mittag. Ein Bier – und selbst ein chinessiches Leichtbier – würde reichen um ihn K.O. zu kriegen.
Natürlich umso mehr weil er meinte er hätte nicht wirklich im Bus geschlafen.
Natürlich hatte ich -wie ja praktisch immer und überall- recht und den Rest des Tages klagte Steven drüber wie müde er nicht ist. Erst gingen wir ein wenig in der Stadt spazieren, inklusive einer kurzen Strecke am Ufer des Mekongs der hier Lancang (Langtschhang) heißt. Im Endeffekt führte sein Bier aber dann dazu dass unser nächstes Ziel ein Cafe war weil Steven schlafen wollte bzw einen Kaffee trinken wollte. Was von den beiden genau hing vom jeweiligen Satz ab den er gerade sagte. Er war aber mit den meisten Lokalen nicht zufrieden bis ich schließlich auf eines bestand... drinnen angekommen bestellte mein chinesischer Freund dann erstmal was zum essen und zum trinken eine kalte und süße thailändische Kokosmilchsuppe. Zu einem Kaffee war er dann nicht mehr zu bewegen und die nächsten Stunden waren wir dann in dem Cafe. Zur Nachmittagszeit war es sowieso sehr heiß weil die Sonne nun permanent schien. Ich hätte zwar auf eigene Faust erkunden können, aber ich denke ich habe schon ein wenig über chinesische Höflichkeit gelernt. Das er vor mir schläft ist nicht unhöflich, das ich auf eigene Faust losziehe, zumal er „mit mir“ nach Xishuangbanna gefahren ist wäre jedoch sehr unhöflich rübergekommen. Und Steven ist schließlich mein Hawara also beschränkte ich mich darauf Witze über ihn zu machen. Gegen 5 kam dann Faith mit ihrem Flieger an und wir trafen uns schließlich zum gemeinsamen Abendessen. Also zurück in die Bargegend in der Nähe des Mekongs wo wir schon zu Mittag waren aber noch nichts offen hatte. Mit meinem Hinweis darauf das ich auch zu Mittag tapfer das scharfe Essen ausgehalten hatte bestellten Faith und Steven dann... und das essen war mir dann doch zu scharf und ich begnügte mich mit nacktem Reis mit ganz wenig von dem Rest. Zumal Steven zum Trinken dann noch einen hiesigen „Wein“, also Schnaps bestellte wurde es dann für meinen Magen noch schärfer. Scharfes Essen und dann noch Hochprozentiges dazu... nein das ging nicht. Außerdem erinntere mich das Zeug stark an Grappa und schon allein auf den Geruch von Grappa wird mir manchmal übel nach einem... Abenteuer mit Grappa vor ein paar Jahren. Wenn sich jetzt wer von euch fragt: Als Getränk zum essen nur Schnaps? Wir erinnern uns: in China wird häufig auch gar nichts zum essen getrunken. Daher ist der Schnaps nicht abwegig.
Ich hatte Steven aber versprochen das wir gemeinsam trinken würden also bestellten wir dann noch ein lokales Bier... dieses kam dann in einer sehr stylischen ca 1.5 Liter Aluminium-Flasche! So wird das hier von der Brauerei geliefert. Es war dann ein sehr nettes Essen mit Blick auf den Mekong und Live-Musik vom Nachbarlokal. Ein sehr cooler Ausklang des Tages! Dann brachten wir Steven noch zum Busbahnhof um anschließend nochmals auf der Promenade in trauter Zweisamkeit am Mekong zu spazieren. Danach ging es in unser Hotel das Jinghong Shanxi Hotel. Das Hotel ist ganz okay für Yunnanverhältnisse, ich habe immerhin eine englischsprachige Kraft getroffen. Frühstück ist ein typisch chinesisches Frühstücksbuffet im Hof des Hotels. Faith war überhaupt nicht angetan aber um den Preis von ca. 280 Yuan ein guter Tipp. Die Zimmer hatten eine AC und einen Fernseher und das Bad war nicht grauslich. Muffig riecht es in einer tropischen Gegend wohl überall und westlich sauber sind hier die Hotels sowieso nicht.
Eintritt war eigentlich verdammt viel, 120 Yuan. Dafür hätten wir auch einen Tour Guide bekommen, aber wie ich später hörte verzichtete Steven auf diesen denn es gab keinen der der englischen Sprache mächtig war und verständlicherweise wollte er nicht ständig übersetzen... als wir im Tempelkomplex waren fing es dann stark zu regnen an was uns zum warten veranlasste. Erst als der Regen etwas nachlies machten wir uns weiter auf den Berg zu erklimmen. Ganz oben angekommen waren wir dann aber leicht verstimmt weil der größte Tempel der Anlage der dort sein sollte noch gar nicht fertig war... also konnten wir dann auf eine weitere monumentale Baustelle blicken von denen es ja in China genug gibt. Ich war ein wenig enttäuscht dass die Bauarbeiter keine Mönche waren und während der Arbeit keine Mantras sangen... da hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Dennoch konnte man von dem obersten Punkt einen schönen Blick über die Stadt werfen. Ein Stück weiter unten war die riesige 45m-Buddhastatue. Das erinnerte mich an meinen Besuch am Monte Christo mit meinem Vater vor einem halben Jahr... der Jesus war zwar nicht in Gold dafür war er (wahrscheinlich?) massiver Stein. Der Buddha hier eher weniger.
Nach dem Besuch ging es zurück in die Stadt.
Die Stadt ist extrem grün, riesige Palmen und andere Pflanzen wohin man schaut. Die Architektur ist sehr anders, mit den typischen thailändischen Verzierungen und Dächern! Es ist schwül und heiß und zu dieser Jahreszeit (?) kann es schnell zu heftigen Regenfällen kommen die lange oder kurz andauern.
Was einem hier auffällt: Alle Geschäfte und Straßen und alles sonstige ist nicht wie normal mit chinesischen Zeichen und Pinyin beschriftet sondern mit chinesischen Zeichen und thailändischen Schriftzeichen! Manchmal findet man auch Pinyin, dann sind es 3 Schriften.
Zum Mantingpark ging es also mit dem Taxi doch dann begann ein tropischer strömender Regen also haben wir erstmal im Tourismuszentrum des Parks schutz gesucht. Von dort hatte man zwar keine wirklich tolle aussicht bis auf eine Statue von … ich glaube es war Zhou Enlai der in den 60ern einmal in diese Stadt gekommen war um mit der Dai Minorität das „Water Splashing Festival“ zu feiern. Das war genug ihm eine Statue im Park aufzustellen. Als der Regen irgendwann weniger wurde sind wir dann losmarschiert. Der Park ist ganz nett anzusehen, aber die Elefantenshow war leider nicht.... die Elefanten sind krank, außerdem hatten wir eine falsche Zeit. Sehr gut gefallen haben mir die Buddhistischen Tempel am Ende des Parks aber zu denen kommt man offenbar auch ohne Eintritt zu zahlen. Das Gold der Tempel leuchtet der beeindruckend in der Sonne wie wir viel später bemerken konnten!
Als nächstes ging es zur „Restaurantmeile“ wie ich dachte. Schließlich war es nun schon Mittag. Steven hatte aber eigentlich Lokalmeile gemeint, und die war natürlich noch nicht wirklich offen und viele Restaurants gab es dort nicht und wir wollten natürlich lokales Essen probieren. Wie so häufig in China fanden wir viele Szechuan-Restaurants aber sonst nicht wirklich etwas. Gefunden haben wir dann schließlich doch etwas. Dort haben wir dann auch bestellt und gut gegessen. Die Besitzer waren zwar natürlich wieder mal aus Szechuan wie Steven dann heraushörte... aber das tat der Qualität des Essens keinen Abbruch. Mir schmeckt das Essen hier jedenfalls besser als die klassischen Yunnan-Gerichte!
Zum Essen bestellte Steven dann noch ein Bier wovon ich ihm vehemennt abriet: Es war schwül und heiß und erst mittag. Ein Bier – und selbst ein chinessiches Leichtbier – würde reichen um ihn K.O. zu kriegen.
Natürlich umso mehr weil er meinte er hätte nicht wirklich im Bus geschlafen.
Natürlich hatte ich -wie ja praktisch immer und überall- recht und den Rest des Tages klagte Steven drüber wie müde er nicht ist. Erst gingen wir ein wenig in der Stadt spazieren, inklusive einer kurzen Strecke am Ufer des Mekongs der hier Lancang (Langtschhang) heißt. Im Endeffekt führte sein Bier aber dann dazu dass unser nächstes Ziel ein Cafe war weil Steven schlafen wollte bzw einen Kaffee trinken wollte. Was von den beiden genau hing vom jeweiligen Satz ab den er gerade sagte. Er war aber mit den meisten Lokalen nicht zufrieden bis ich schließlich auf eines bestand... drinnen angekommen bestellte mein chinesischer Freund dann erstmal was zum essen und zum trinken eine kalte und süße thailändische Kokosmilchsuppe. Zu einem Kaffee war er dann nicht mehr zu bewegen und die nächsten Stunden waren wir dann in dem Cafe. Zur Nachmittagszeit war es sowieso sehr heiß weil die Sonne nun permanent schien. Ich hätte zwar auf eigene Faust erkunden können, aber ich denke ich habe schon ein wenig über chinesische Höflichkeit gelernt. Das er vor mir schläft ist nicht unhöflich, das ich auf eigene Faust losziehe, zumal er „mit mir“ nach Xishuangbanna gefahren ist wäre jedoch sehr unhöflich rübergekommen. Und Steven ist schließlich mein Hawara also beschränkte ich mich darauf Witze über ihn zu machen. Gegen 5 kam dann Faith mit ihrem Flieger an und wir trafen uns schließlich zum gemeinsamen Abendessen. Also zurück in die Bargegend in der Nähe des Mekongs wo wir schon zu Mittag waren aber noch nichts offen hatte. Mit meinem Hinweis darauf das ich auch zu Mittag tapfer das scharfe Essen ausgehalten hatte bestellten Faith und Steven dann... und das essen war mir dann doch zu scharf und ich begnügte mich mit nacktem Reis mit ganz wenig von dem Rest. Zumal Steven zum Trinken dann noch einen hiesigen „Wein“, also Schnaps bestellte wurde es dann für meinen Magen noch schärfer. Scharfes Essen und dann noch Hochprozentiges dazu... nein das ging nicht. Außerdem erinntere mich das Zeug stark an Grappa und schon allein auf den Geruch von Grappa wird mir manchmal übel nach einem... Abenteuer mit Grappa vor ein paar Jahren. Wenn sich jetzt wer von euch fragt: Als Getränk zum essen nur Schnaps? Wir erinnern uns: in China wird häufig auch gar nichts zum essen getrunken. Daher ist der Schnaps nicht abwegig.
Ich hatte Steven aber versprochen das wir gemeinsam trinken würden also bestellten wir dann noch ein lokales Bier... dieses kam dann in einer sehr stylischen ca 1.5 Liter Aluminium-Flasche! So wird das hier von der Brauerei geliefert. Es war dann ein sehr nettes Essen mit Blick auf den Mekong und Live-Musik vom Nachbarlokal. Ein sehr cooler Ausklang des Tages! Dann brachten wir Steven noch zum Busbahnhof um anschließend nochmals auf der Promenade in trauter Zweisamkeit am Mekong zu spazieren. Danach ging es in unser Hotel das Jinghong Shanxi Hotel. Das Hotel ist ganz okay für Yunnanverhältnisse, ich habe immerhin eine englischsprachige Kraft getroffen. Frühstück ist ein typisch chinesisches Frühstücksbuffet im Hof des Hotels. Faith war überhaupt nicht angetan aber um den Preis von ca. 280 Yuan ein guter Tipp. Die Zimmer hatten eine AC und einen Fernseher und das Bad war nicht grauslich. Muffig riecht es in einer tropischen Gegend wohl überall und westlich sauber sind hier die Hotels sowieso nicht.
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