Ich
staunte vor ein paar Tagen nicht schlecht als meine Kreditkarte
abgelehnt wurde. Man kann offenbar noch so vorsichtig sein... und
trotzdem kann es einen erwischen. Ein seperates Betriebssystem für
Online Banking und Kreditkartenzahlungen und keine windigen
Transaktionen auf der Straße... und beim online bezahlen immer nur
über Kabel und nicht über Wifi. Viel paranoider kann man ja nicht
sein... und dennoch hat irgendwer versucht mit meiner Paylife Visa zu
zahlen. 2 Transaktionen an irgendeine NGO mit Beträgen um jeweils 5
Euro. Die Firma hats bemerkt und meine Karte gesperrt und mir gleich
einen eingeschriebenen Brief geschickt... an meine Wiener Adresse,
also von mir nicht bekommen worden ist. Das ich von der Firma offenbar einen eingeschriebenen Brief bekommen habe hatte mir meine Familie schon gesagt. Aber den Grund habe ich nicht geahnt. Bemerkt habe ich es dadurch
erst als ich mit der Karte zahlen wollte. Komischerweise habe ich den
Status der Karte beim einloggen nicht herausfinden können...
jedenfalls habe ich gerade in einem Telefonat mit der Firma geklärt
dass sie mir die neue Karte nach China schicken und die alte gesperrt
bleibt. Sollte nur eine Woche dauern. Die sind recht fix und
freundlich und haben auch gefragt wann sie mich denn unter welcher
Nummer erreichen können.
Und genau wegen solchen Fällen bin ich
froh dass ich mir vor meinem Aufbruch nach China eine zweite Karte
ausstellen habe lassen!
25.7.13
24.7.13
Rückdatierte Posts
nur als kleine info, mittlerweile ist der reisebericht über xishuangbanna fertig und alle 3 berichte sind rückdatiert in den blog reingestellt!
Ein chinesischer Zoo
Ich
bin mit Steven und seiner kleinen Cousine in einen der beiden
hiesigen Tierparks gegangen. Es gibt in Kunming 2 Stück. Einen weit
außerhalb, den man am besten mit einem Auto durchfährt der auch die
Pandas hat und einen in der Stadt. Beide scheinen durchaus berühmt
zu sein. Wegen den vorhandenen Tieren bzw. auch wegen der Schönheit.
Wir haben den in der Stadt besucht.
Ich war gespannt auf die Unterschiede zu den Zoos bei uns. Und derer gab es natürlich wieder einige!
Einerseits ist der Zoo ein Erholungsgebiet und nicht nur Zoo. Die Eintrittskosten sind ähnlich wie für die anderen Parks in Kunming. Parks in China kosten sehr häufig Eintritt. Daher ist der Zoo auch nichts anderes als ein Park. Daher gibt es auch die typischen Gruppentänze oder in der Früh sicher Tai Chi. Die „Parkanlagen“ sind daher schön und nicht die Tiere stehen grundsätzlich im Vordergrund. Außerdem hat der Zoo einen eigenen „Prater“ integriert mit allem was dazu gehört. Achterbahnen, einer Geisterbahn etc. Dieser ist nicht groß, aber bietet doch einigen Zeitvertreib.
Die Tiere gehen dabei fast unter. Viele Bereiche des Parks haben daher keine Käfige, diese sind nur an paar Stellen. Und an diesen Stellen sind die Käfige recht klein bzw kahl. Man sieht Leoparden ständig an einer Wand hin und herlaufen, einen einsamen Menschenaffen gelangweilt am Betonboden liegen, Bären einsam oder zu zweit in ihrem Käfig hinter kleinmaschigen Gitter dösen. Die Käfige sind kaum ausgestattet, viele haben nicht einmal Heu oder anderen „natürlichen“ Boden. Der „Vorteil“ davon ist dass sich die Tiere nicht „verstecken“ können, man bekomment also alle zu Gesicht. Und zu sehen gibt es imposante Tiere. Große Bären, Leoparden, Tiger und... weiße Tiger! Die habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Steven fragte mich dann wie ich den Zoo fände. Ich erwähnte dann als Hauptpunkt die kleinen Käfige. Steven meinte der andere Zoo hätte sehr große und moderne Käfige. Ich meinte daraufhin, vielleicht der andere. Aber halt die Käfige für die Tiere hier wären klein. Steven sagte daraufhin „Yes, I know! But come on! This zoo is VERY OLD! Twenty or thirty years!“
Und es stimmt. Das ist eine Ewigkeit im modernen in China!
Wir haben den in der Stadt besucht.
Ich war gespannt auf die Unterschiede zu den Zoos bei uns. Und derer gab es natürlich wieder einige!
Einerseits ist der Zoo ein Erholungsgebiet und nicht nur Zoo. Die Eintrittskosten sind ähnlich wie für die anderen Parks in Kunming. Parks in China kosten sehr häufig Eintritt. Daher ist der Zoo auch nichts anderes als ein Park. Daher gibt es auch die typischen Gruppentänze oder in der Früh sicher Tai Chi. Die „Parkanlagen“ sind daher schön und nicht die Tiere stehen grundsätzlich im Vordergrund. Außerdem hat der Zoo einen eigenen „Prater“ integriert mit allem was dazu gehört. Achterbahnen, einer Geisterbahn etc. Dieser ist nicht groß, aber bietet doch einigen Zeitvertreib.
Die Tiere gehen dabei fast unter. Viele Bereiche des Parks haben daher keine Käfige, diese sind nur an paar Stellen. Und an diesen Stellen sind die Käfige recht klein bzw kahl. Man sieht Leoparden ständig an einer Wand hin und herlaufen, einen einsamen Menschenaffen gelangweilt am Betonboden liegen, Bären einsam oder zu zweit in ihrem Käfig hinter kleinmaschigen Gitter dösen. Die Käfige sind kaum ausgestattet, viele haben nicht einmal Heu oder anderen „natürlichen“ Boden. Der „Vorteil“ davon ist dass sich die Tiere nicht „verstecken“ können, man bekomment also alle zu Gesicht. Und zu sehen gibt es imposante Tiere. Große Bären, Leoparden, Tiger und... weiße Tiger! Die habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Steven fragte mich dann wie ich den Zoo fände. Ich erwähnte dann als Hauptpunkt die kleinen Käfige. Steven meinte der andere Zoo hätte sehr große und moderne Käfige. Ich meinte daraufhin, vielleicht der andere. Aber halt die Käfige für die Tiere hier wären klein. Steven sagte daraufhin „Yes, I know! But come on! This zoo is VERY OLD! Twenty or thirty years!“
Und es stimmt. Das ist eine Ewigkeit im modernen in China!
21.7.13
„Kunming is very dry!“ - Eine Stadt versinkt in den Fluten
Seit
vorgestern regnet es hier ungewöhnlich heftig. Wir sind gerade in
der „Rainy Season“, aber wie aufmerksame Leser wissen wurde mir
ja gesagt das in dieser Stadt seit einigen Jahren Dürre herrscht.
Diese Dürre habe ich mit meinem Kommen ja mehr oder minder beendet, das hatte sich ja schon herausgestellt. Das die heurige Rainy Season aber dann doch eher heftiger werden würde war nicht so abzusehen...
Rainy Season bedeutet laut einem Ausländer meines Vertrauens eigentlich nur dass es pro Woche Zweimal über ein paar Stunden regnen würde und das es dann 1-2 Peak-Wochen geben würde in denen längere Regenperioden daherkommen würden. Die Regenfälle würden zwar lang aber nicht zu stark sein.
Es kommt derzeit anders.
Österreichern muss ich über Überflutungen derzeit ja nichts erzählen, aber wir haben das hier jetzt auch. Vorgestern begann es in der Nacht stark zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Gerade mal einen Tag später zu Mittag war es dann soweit dass die Stadt durch den Regen teilweise lahmgelegt wurde... ich hatte mir ausgemacht mich mit einigen Freunden zu treffen, aber 2 Stunden nach Beginn dem vereinbarten Treffen sagte uns die Schwedin Cici endültig ab weil sie einfach nicht durchkam.
Wasserfälle bildeten sich vom 2. Autobahnring um die City.
Der Verkehr kam zum erliegen weil Tunnel unter Wasser standen.
Personen standen in Bussen auf den Sitzen weil die Straßen sich überfluteten und dann auch die Busse Unterwasser waren.
Okay, es hatte schon die Tage davor öfters für 1-2 Stunden geregnet, aber das war nichts besonderes dachte ich. Das aber dann der Regen von einer Nacht und eines halben Tages genügen würde.... naja das Kanalsystem ist für die Mengen einfach nicht ausgelegt.
So sitze ich jetzt hier im 20 Stockwerk und blicke auf eine sehr nasse Stadt herab.
Aber auch mich hat es erwischt. Denn offenbar ist genügend Wasser in den Keller des Hauses gelangt. Nun funktionieren die Lifte nicht mehr. Beide. Und unsere Wohnung ist im 20. Stock... heida, gestern am Abend war das raufgehen dann ein Spaß!
Im Moment geht es ja noch weil wir noch einen Kannister Trinkwasser haben. Aber ich glaube nicht dass wir den Trinkwasserkannistermann (cooler Name oder?) dazu bringen werden können einen neuen Kannister in den 20. Stock zu tragen...
Ich bin gespannt wann sie das wieder reparieren werden... ich habe ja immerhin auch fast eine Woche auf ein Klo gewartet...
Diese Dürre habe ich mit meinem Kommen ja mehr oder minder beendet, das hatte sich ja schon herausgestellt. Das die heurige Rainy Season aber dann doch eher heftiger werden würde war nicht so abzusehen...
Rainy Season bedeutet laut einem Ausländer meines Vertrauens eigentlich nur dass es pro Woche Zweimal über ein paar Stunden regnen würde und das es dann 1-2 Peak-Wochen geben würde in denen längere Regenperioden daherkommen würden. Die Regenfälle würden zwar lang aber nicht zu stark sein.
Es kommt derzeit anders.
Österreichern muss ich über Überflutungen derzeit ja nichts erzählen, aber wir haben das hier jetzt auch. Vorgestern begann es in der Nacht stark zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Gerade mal einen Tag später zu Mittag war es dann soweit dass die Stadt durch den Regen teilweise lahmgelegt wurde... ich hatte mir ausgemacht mich mit einigen Freunden zu treffen, aber 2 Stunden nach Beginn dem vereinbarten Treffen sagte uns die Schwedin Cici endültig ab weil sie einfach nicht durchkam.
Wasserfälle bildeten sich vom 2. Autobahnring um die City.
Der Verkehr kam zum erliegen weil Tunnel unter Wasser standen.
Personen standen in Bussen auf den Sitzen weil die Straßen sich überfluteten und dann auch die Busse Unterwasser waren.
Okay, es hatte schon die Tage davor öfters für 1-2 Stunden geregnet, aber das war nichts besonderes dachte ich. Das aber dann der Regen von einer Nacht und eines halben Tages genügen würde.... naja das Kanalsystem ist für die Mengen einfach nicht ausgelegt.
So sitze ich jetzt hier im 20 Stockwerk und blicke auf eine sehr nasse Stadt herab.
Aber auch mich hat es erwischt. Denn offenbar ist genügend Wasser in den Keller des Hauses gelangt. Nun funktionieren die Lifte nicht mehr. Beide. Und unsere Wohnung ist im 20. Stock... heida, gestern am Abend war das raufgehen dann ein Spaß!
Im Moment geht es ja noch weil wir noch einen Kannister Trinkwasser haben. Aber ich glaube nicht dass wir den Trinkwasserkannistermann (cooler Name oder?) dazu bringen werden können einen neuen Kannister in den 20. Stock zu tragen...
Ich bin gespannt wann sie das wieder reparieren werden... ich habe ja immerhin auch fast eine Woche auf ein Klo gewartet...
16.7.13
Xishuangbanna die Dritte!
Der
dritte Tag war schließlich angebrochen und ein innerer Drang wurde
immer unerträglicher: ich musste endlich die Elefanten sehen! Am
ersten Tag hatte es nicht geklappt im Danting Park. Am zweiten Tag
war es zu spät noch irgendwo hinzufahren wo wir Elefanten gescheit
zu Gesicht bekommen konnten. Der dritte Tag war angebrochen, der
letzte Tag an dem meine Freundin mit mir da sein würde. Heute
mussten Elefanten her.
The White Elephant Valley ist die beste
Adresse um meinen inneren Drang befriedigen zu können. Also
kontaktierten wir den Taxifahrer unseres Vertrauens und fuhren mit
diesem zur White Elephant Valley. Die Kosten sind nicht so schlimm
selbst mit dem Taxi. Um 200 (XXXX) Yuan hin und zurück mit warten.
Das ist verschmerzbar. Eintritt sind für Studenten 80 Yuan, wenn man
mit dem Sessellift fahren will nochmal 80 Yuan 2-Way oder 45 One-Way.
Ein Tourguide kostet 100 Yuan und es gibt Extras die man noch
zusätzlich nehmen kann. Der Park ist schön gelungen, es gibt auch eine Bühne für Eingeborenenvorstellungen ganz so wie Chinesen sie mögen. Auch gibt es ein paar recht kleine Käfige die manche Österreicher wegen ihrer Größe aufschreien lassen würden in denen man andere exotische Tiere bewundern kann. Da ich erst am Vortag wieder vom Tierschützer-Mafia-Prozess gelesen habe dachte ich mir vielleicht sollten wir diese Leute nach China schicken... aber ich schweife schon wieder ab.
Und es gibt dort eine eigene Manege mit Sesseln und Tischen rundherum wo es pro Tag ein paar Vorstellungen von dressierten Elefanten gibt. Man kann die Elefanten beobachten wie sie die Dompteure auf dem Rüssel herumtragen, wie sie auf Holzbalken balancieren oder wie sie Pyramiden aus Elefanten machen. Für 10€ darf man auf den Elefanten reiten, für 5 Euro extra kriegt man noch ein Foto wie man vom Elefanten auf dem Rüssel getragen wird.
Für solche Fotos viel zu zahlen mag uns komisch erscheinen ist aber sehr Chinesisch. Chinesen mögen so etwas.
Da kann ich etwas zu der Schilderung der Mekong-Schiffsfahrt hinzufügen. Ein paar der Performances wurden von thailändischen Lady-Boys (Transvestiten) gemacht. Die Neugier der Chinesen war groß. Schon während der Vorstellung wurden die Lady-Boys dann hinter dem Publikum aufgestellt. Für einen Obulus von ein paar Euro durfte man dann ein Foto mit dem Lady-Boy seiner Wahl machen.
Die thailändischen Lady-Boys sind für Chinesen offenbar sehr kurios und führen zu starkem Interesse. Das ist insofern bemerkenswert weil die Chinesen ja grundsätzlich kein allzu lockeres Verhältnis zu Homosexualität haben. Wie schon einmal berichtet hat man hier als Mann eigentlich keine langen Haare zu haben. Oder sollte als Frau nicht zu lässig daherkommen.
Oder ich erinnere mich an die Geschichte dass mein Freund in Kuendu ausgegangen ist und ihm von einer Thailänderin 2-3 Drinks spendiert wurden. Er wurde dann von einem Freund zur Seite genommen der meinte, ob er wüsse das diese Person aus Thailand stammte. Er antwortete ja. Sein Freund meinte daraufhin ob er denn auch sicher wäre ob es wirklich eine SIE ist. Daraufhin begann mein Freund den Kontakt zu dieser Dame für den weiteren Abend zu meiden...
Daher: Thailändische Lady-Boys sind interessant... solange sie nicht zuuu nahe kommen.
Die hier performenden Transvestiten waren jedoch doch stärker als Männer zu erkennen und waren wahscheinlich auch keine Thailänder sondern Chinesen. Ich würde sogar vermuten dass viele von den Künstlern auf dem Boot das nicht aus Leidenschaft machen sondern um Geld zu verdienen und sich sonst keine Frauenkleider anziehen würden...
Das also noch als kleiner Nachtrag zu dem letzten Eintrag. Doch jetzt zurück zu den Elefanten!
Vervollständigt wird der Wild Elephant Park durch ein kleines Schmetterlingshaus und ein eigenes Vogelhaus auch mit Vorstellung. Dort zeigen Papageien ihre Kunststücke bzw. natürlich kann man sich mit ihnen fotografieren lassen und dann für schlappe 2,4€ das Foto kaufen. Die Papageien sind aber aus Südamerika... was der süßen Show aber keinen Abbruch tut.
Hier im Elefantenpark ist mir schließlich eine Theorie gekommen. Denn als Mitteleuropäer kann einen hier das Schicksal der Tiere als grausam vorkommen. Von der Dressur sowie von der Unterbringung. Genauso findet man die „Künststücke“ und die Performances von den Tieren jetzt nicht wirklich spektakulär sondern kann sie mit unseren mitteleuropäischen Moralvorstellungen sogar als Entwürdigend betrachten:
So etwas gibt es zum großen Teil bei uns nicht mehr. Tiere in solch nicht-Artgerechter Haltung... kann ich mich gerade einmal erinnern bei uns gesehen zu haben als ich ganz klein war. Löwendomptur? Gibt es in den Zirkussen bei uns eigentlich nicht mehr. Als ich ganz klein war schon.
Und genau darin liegt der Schlüssel.
Man darf nicht vergessen wie rasend schnell sich China entwickelt hat und wie dieses Land noch vor 10 oder 20 Jahren ausgesehen hat. Chinesen mögen schon alle unsere technischen Gadgets haben (teilweise vor uns, weil sie stellen sie her) und sie mögen auch schön öfter in Hochhäusern wohnen als wir, aber manche Bereiche haben sich noch nicht entwickelt oder anders entwickelt.
So gesehen haben die Chinesen vielleicht ein Verständnis von Tierhaltung wie wir in den 80ern oder 90ern. Ihre Handhabe ist also nicht grundsätzlich negativ.
Jeeedenfalls war das Reiten auf dem Elefanten für uns mit dem alten Tour-Guide und Tourist Trick billiger. Und wog das schlechte Essen dort auf.
Leeeider haben wir es nicht geschafft wilde Elefanten zu sehen... die haben wohl geschlafen. Aber immerhin habe ich mein Ziel erreicht IRGENDEINEN hiesigen Elefanten zu Gesicht zu bekommen.
Danach ging es zurück in die Stadt, Faith musste zu ihren Touristen. Ich habe mich dann entschieden schon zurück nach Kunming zu fahren... allzu viel gibt es hier einfach nicht zu sehen, kennt man einen Urwaldpark, kennt man alle. Botanische Gärten habe ich im letzten Jahr schon genug gesehen und die hiesigen Tempel kannte ich auch schon. Außerdem waren die meisten anderen Sehenswürdigkeiten etwas in der Gegend verstreut und zu denen einzeln Hinreisen mit Sack und Pack hatte ich auch nicht mehr wirklich Lust.
Busticket kaufen ist mit rudimentären Chinesischkenntnissen auch kein zu großes Problem weil hier der Busbahnhof nicht allzu groß ist. Ich bin dann noch etwas in der Stadt herumspaziert und die Atmosphäre aufgesaugt beziehungsweise diese unglaublich süßen Ananas gegessen! Herrlich.
Bei der Busfahrt zurück habe ich dann schließlich mehr Glück mit dem Bett gehabt.
Es gab natürlich wieder einen Film zum ansehen. Diesmal einen Chinesischen. „Kung Fu Chef“ wurde dieser genannt,ich schätze ein Hong Kong Film aus den 80ern und der Titel und der Inhalt muss eigentlich dafür gesorgt haben dass er in China zum Blockbuster wurde... denn es ging um Kung Fu sowie um Essen. Nein die Hauptakteure waren sogar Köche die Kung Fu konnten... bei dem riesigen Interesse das Chinesen am Essen und an dessen Zubereitung haben ist der Erfolg garantiert. Auf Nachfrage sagte auch meine Freundin dass sie den Film kannte...
Die Rückfahrt wurde außerdem davon gekenntzeichnet das wir 4 Mal von Polizei und Armee aufgehalten wurden. 3 Mal zur Ausweiskontrolle und einmal zur Gepäckskontrolle. Das habe ich hier noch nie erlebt. Die Beamten waren jedoch äußerst freundlich und überhaupt nicht ungut.
Die letzte Kontrolle war gegen 2 Uhr in der Nacht. Ich nützte dann die Gelegenheit schlaftrunken auszusteigen und durch die Nacht zu taumeln um zu pinkeln. Währenddessen störte mich dann ein Polizist und redete bestimmt und höflich aber unverständlich auf mich ein und zeigte in eine Richtung. Aber es kam schon ein Chinese aus dem Bus vorbei und sagte dann „You only follow me“. Erst als ich wieder eingestiegen war konnte ich mir zusammenreimen was passiert war. Ich hatte nämlich offenbar neben das Zelt der Soldaten gepinkelt. Der Polizist zeigte nur wo ich stattdessen hingehen sollte... aber da war ich ja schon fertig. Wie ich noch später bemerkte machte sich das angesammelte Karma durch diesen Vorfall schnell bemerkbar denn entweder auf dem Weg zum Zelt, zu dem Platz den der Polizist dann zuwies oder auf dem Weg zurück zum Bus stieg ich in eine Art Jauchepfütze... was dann dazu führte das ich versuchte meine Schuhe notdürftig zu reinigen und dann luftdicht in ein Sackerl zu verschließen.
In Kunming angekommen suchte ich mir dann ein Taxi das mich mit Taxometer heimbringen würde. Gar kein so leichter Unterfangen aber ich wusste nicht genau wieweit der Bahnhof von meiner Wohnung entfernt war. Im Taxi habe ich dann recht viel mit dem wiffen Taxler auf chinesisch reden können. Und wie immer verschätzten wir uns beide gewaltig beim raten des Alters des jeweils anderen.
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Xishuangbanna
15.7.13
Der zweite Tag in Xishuangbanna
Nachdem
wir schon 2 Parks gesehen hatten wollten wir dann doch ein wenig was
anderes noch ausprobieren.
Unser ursprünglicher Plan ging nicht wirklich auf weil wir nicht wirklich früh aus dem Bett kamen... so hatten wir nur noch den halben Tag. Als erstes suchten wir uns einen Taxifahrer um ein paar Infos einzuholen. Wenn man chinesisch spricht und auch vom Kommisionsspiel weiß dann kann man gute Infos von Taxifahrern bekommen. Okay, na gut, als erstes gingen wir erstmal essen, diesmal weniger scharf als am Abend damit ich etwas mehr essen kann...
Unser erstes Ziel: ein Mekong River Cruise. Wir spielten das mittlerweile schon eintrainierte Ausländer-mit-Tour-Guide Spiel um recht viel Kohle zu sparen. Dadurch dass der Taxifahrer kaufte sparten wir nochmal einen Euro.
Ich war dennoch recht unrund weil es am Anfang nicht gut funktioniert hat und erstmal darin endete dass ich alleine hinter der -wie in China üblich- ignorierten Sicherheitskontrolle alleine stand und nicht wusste was passiert. Als dann eine Chinesin mich ansprach ich solle aufs Boot gehen (wir waren die letzten die noch nicht an Bord waren) erlaubte ich mir den schnitzer ihr auf chinesisch mitzuteilen dass ich noch auf meine Freundin warten würde und nicht wüsste warum sie noch nicht da ist. Aber dann fiel mir ja ein dass sie mein Tour Guide war... also tippte ich flux in Handy auf chinesisch „Tour Guide“ ein, zeigte es der Dame während ich auf Faith deutete und wiederholte den Satz um ihre Verwirrung komplett zu machen. Schließlich kam Faith und wir gingen aufs Schiff.
Wir haben sogar noch ein wenig mehr getrickst, da wir nur für das unterste Deck Karten hatten wobei die „Performance“ jedoch ganz oben war. Faith hatte durch Tour-Guide zwar die Möglichkeit überall hinzukommen aber ich theoretisch nicht. Zwar stellten sich auf 2 Decks Chinesen in meinen Weg, aber mit erst einem für sie unverständlichen Stakkato aus englisch und verständnislosen Blicken und dann Faith die auf sie einredete konnten wir dann hinauf. Hier in Xishuangbanna gibt es noch weniger Westliche als in Kunming von dem was ich die letzten Tage gesehen habe. Man erregt sogar noch ein wenig mehr aufsehen.
Die Performance war dann typisch aufs chinesische Publikum zugeschnitten.
Erstmal gab es was zum essen. Hier in diesem Gebiet sind natürlich die Früchte außergewöhnlich gut! Ich habe noch nie so süße Ananas gegessen! Die schmecken hier fast so wie bei uns die Ananas aus der Dose! Vom Süßgehalt her! Außerdem Melonen, Erdnüsse, Sticky-Rice in Bananenblättern und Mais. Der Mais war aber sehr besonders, denn es war Sticky-Corn! Ich wusste nicht einmal das es so etwas gibt! Schaut aus wie unser Mais, nur ist er nicht gelb, sondern stark weißlich nur an wenigen Stellen brauner als bei uns. Und schmeckt süßer und gatschiger.
Wir die ja eigentlich keine validen Karten für die Aufführung hatten saßen dafür in der ersten Reihe und futterten soviel wir wollten. Der Rest der Chinesen hatte dazu kaum Gelegenheit.... dann begann jedenfalls die Performance.
5 ethnische Gruppen waren abgebildet, Laos, Thailand, Xishuangbanna, Vietnam und Cambogia. Bauchfrei wurde getanzt wie sich das hier so gehört. Bei dem ganzen Tamtam hat man halt leider nur von dem Mekong absolut nichts mitbekommen! So etwas stört aber die Chinesen nicht wirklich! Nach ein paar Stunden legten wir wieder am Ursprungshafen an.
Danach ging es in einen Urwaldpark. Dafür war es aber schon recht spät, so gegen 16 Uhr. Der ist von der Stadt keine 20 Minuten entfernt. Wir würden den Park amerikanisch nennen: man kann ein Elektrofahrzeug mieten um zu dem besten Aussichtspunkt zu fahren. Außerdem gibt es einen Picknikplatz der aus riesigen künstlichen Bäumen besteht.
Auch im Park: eine wunderschöne Parkanlage mit Restaurant an einem kleinen See auf dem auch schwarze Schwäne schwimmen und an dem Pfauen flanieren. Auf Wunsch und um jeweils so 10 Euro singt das Personal für jeweils ca. 1-2 Minuten ein Lied der lokalen Minderheit während man isst oder aufs essen wartet. Dieses Restaurant war auch das erste das ich sah dem die Hygienenote „A“ vergeben wurde! Das musste ich natürlich gleich fotografieren. Gegessen haben wir dort aber nicht, wir sind weiter in den Wald.
Was soll man sagen? Urwald halt. Netterweise haben sie einen eigenen Weg auf einem Steg durchgelegt. War schön anzusehen aber den brasilianische Urwald hat mich irgendwie mehr beeindruckt.
Der Steg war jedoch angenehm zu gehen und hat einen auch vergessen lassen dass wir davor für lange Zeit auf einer asphaltierten Straße entlangmarschiert sind bei denen uns Unmengen von Elektroautos des Parks überholt haben... was nicht gerade ein Urwaldfeeling war.
Beim zurückgehen haben wir dann noch wilde Affen angetroffen. Die haben wir gerade dabei gestört wie sie sich aus den Mülleimern bedient haben.
Außerdem gab es dort noch eine altes restauriertes Minority-Village. Dort wurde ich dann noch von einer der dort arbeitenden jungen Dame gefragt warum ich so handsome wäre. Faith hat das netterweise für mich übersetzt. Darauf wusste ich zwar mehrere Antworten aber ich wollte meine Freundin nicht verärgern also sparte ich den Atem... war eh schwül genug.
Mittlerweile neigte sich die Sonne schon gen Horizont und die hiesigen Insekten setzten zu ihrem Konzert ein. Irre laut!
Aber die Lautstärke ist auch nicht verwunderlich: Warum sollten die chinesischen Grillen auch nicht laut sein wenn doch auch die Chinesen laut sind?
Dann ging es zurück in die Stadt.
Essen am Mekong, wir bestellten Krabben. Kostenpunkt immerhin 20 Euro, aber recht gut zubereitet, sehr scharf aber ich habs gerade geschafft sie essen zu können.
Dann haben wir uns die Flaniermeile angesehen die auf einem Damm entlang des Mekongs geht. Viele Standeln, am Anfang davon selbstverständlich nur Essen und Getränke, wir sind hier ja in China... man kann sich für einen knappen Euro einen frischen Fruchtsaft aus den unmöglichsten Früchten mixen lassen. Ein Angebot dass ich gerne öfters in Anspruch genommen habe!
Der Tand zum einkaufen war auch insofern beeindruckend weil eigentlich kein Stand dasselbe hatte wie ein anderer Stand.
Am Ende der Meile sind wir noch ein wenig weiter spaziert. Wir haben dann sehr komische Geräusche vernommen. Erst dachte ich es wäre irgend ein Mönchsgesang (aus versteckten Lautsprechern), dann ein Instrument... später stellte sich heraus es waren riesige Frösche die in Abflussrinnen saßen...
Dann ging es zurück ins Hotel, der Tag war geschafft!
Unser ursprünglicher Plan ging nicht wirklich auf weil wir nicht wirklich früh aus dem Bett kamen... so hatten wir nur noch den halben Tag. Als erstes suchten wir uns einen Taxifahrer um ein paar Infos einzuholen. Wenn man chinesisch spricht und auch vom Kommisionsspiel weiß dann kann man gute Infos von Taxifahrern bekommen. Okay, na gut, als erstes gingen wir erstmal essen, diesmal weniger scharf als am Abend damit ich etwas mehr essen kann...
Unser erstes Ziel: ein Mekong River Cruise. Wir spielten das mittlerweile schon eintrainierte Ausländer-mit-Tour-Guide Spiel um recht viel Kohle zu sparen. Dadurch dass der Taxifahrer kaufte sparten wir nochmal einen Euro.
Ich war dennoch recht unrund weil es am Anfang nicht gut funktioniert hat und erstmal darin endete dass ich alleine hinter der -wie in China üblich- ignorierten Sicherheitskontrolle alleine stand und nicht wusste was passiert. Als dann eine Chinesin mich ansprach ich solle aufs Boot gehen (wir waren die letzten die noch nicht an Bord waren) erlaubte ich mir den schnitzer ihr auf chinesisch mitzuteilen dass ich noch auf meine Freundin warten würde und nicht wüsste warum sie noch nicht da ist. Aber dann fiel mir ja ein dass sie mein Tour Guide war... also tippte ich flux in Handy auf chinesisch „Tour Guide“ ein, zeigte es der Dame während ich auf Faith deutete und wiederholte den Satz um ihre Verwirrung komplett zu machen. Schließlich kam Faith und wir gingen aufs Schiff.
Wir haben sogar noch ein wenig mehr getrickst, da wir nur für das unterste Deck Karten hatten wobei die „Performance“ jedoch ganz oben war. Faith hatte durch Tour-Guide zwar die Möglichkeit überall hinzukommen aber ich theoretisch nicht. Zwar stellten sich auf 2 Decks Chinesen in meinen Weg, aber mit erst einem für sie unverständlichen Stakkato aus englisch und verständnislosen Blicken und dann Faith die auf sie einredete konnten wir dann hinauf. Hier in Xishuangbanna gibt es noch weniger Westliche als in Kunming von dem was ich die letzten Tage gesehen habe. Man erregt sogar noch ein wenig mehr aufsehen.
Die Performance war dann typisch aufs chinesische Publikum zugeschnitten.
Erstmal gab es was zum essen. Hier in diesem Gebiet sind natürlich die Früchte außergewöhnlich gut! Ich habe noch nie so süße Ananas gegessen! Die schmecken hier fast so wie bei uns die Ananas aus der Dose! Vom Süßgehalt her! Außerdem Melonen, Erdnüsse, Sticky-Rice in Bananenblättern und Mais. Der Mais war aber sehr besonders, denn es war Sticky-Corn! Ich wusste nicht einmal das es so etwas gibt! Schaut aus wie unser Mais, nur ist er nicht gelb, sondern stark weißlich nur an wenigen Stellen brauner als bei uns. Und schmeckt süßer und gatschiger.
Wir die ja eigentlich keine validen Karten für die Aufführung hatten saßen dafür in der ersten Reihe und futterten soviel wir wollten. Der Rest der Chinesen hatte dazu kaum Gelegenheit.... dann begann jedenfalls die Performance.
5 ethnische Gruppen waren abgebildet, Laos, Thailand, Xishuangbanna, Vietnam und Cambogia. Bauchfrei wurde getanzt wie sich das hier so gehört. Bei dem ganzen Tamtam hat man halt leider nur von dem Mekong absolut nichts mitbekommen! So etwas stört aber die Chinesen nicht wirklich! Nach ein paar Stunden legten wir wieder am Ursprungshafen an.
Danach ging es in einen Urwaldpark. Dafür war es aber schon recht spät, so gegen 16 Uhr. Der ist von der Stadt keine 20 Minuten entfernt. Wir würden den Park amerikanisch nennen: man kann ein Elektrofahrzeug mieten um zu dem besten Aussichtspunkt zu fahren. Außerdem gibt es einen Picknikplatz der aus riesigen künstlichen Bäumen besteht.
Auch im Park: eine wunderschöne Parkanlage mit Restaurant an einem kleinen See auf dem auch schwarze Schwäne schwimmen und an dem Pfauen flanieren. Auf Wunsch und um jeweils so 10 Euro singt das Personal für jeweils ca. 1-2 Minuten ein Lied der lokalen Minderheit während man isst oder aufs essen wartet. Dieses Restaurant war auch das erste das ich sah dem die Hygienenote „A“ vergeben wurde! Das musste ich natürlich gleich fotografieren. Gegessen haben wir dort aber nicht, wir sind weiter in den Wald.
Was soll man sagen? Urwald halt. Netterweise haben sie einen eigenen Weg auf einem Steg durchgelegt. War schön anzusehen aber den brasilianische Urwald hat mich irgendwie mehr beeindruckt.
Der Steg war jedoch angenehm zu gehen und hat einen auch vergessen lassen dass wir davor für lange Zeit auf einer asphaltierten Straße entlangmarschiert sind bei denen uns Unmengen von Elektroautos des Parks überholt haben... was nicht gerade ein Urwaldfeeling war.
Beim zurückgehen haben wir dann noch wilde Affen angetroffen. Die haben wir gerade dabei gestört wie sie sich aus den Mülleimern bedient haben.
Außerdem gab es dort noch eine altes restauriertes Minority-Village. Dort wurde ich dann noch von einer der dort arbeitenden jungen Dame gefragt warum ich so handsome wäre. Faith hat das netterweise für mich übersetzt. Darauf wusste ich zwar mehrere Antworten aber ich wollte meine Freundin nicht verärgern also sparte ich den Atem... war eh schwül genug.
Mittlerweile neigte sich die Sonne schon gen Horizont und die hiesigen Insekten setzten zu ihrem Konzert ein. Irre laut!
Aber die Lautstärke ist auch nicht verwunderlich: Warum sollten die chinesischen Grillen auch nicht laut sein wenn doch auch die Chinesen laut sind?
Dann ging es zurück in die Stadt.
Essen am Mekong, wir bestellten Krabben. Kostenpunkt immerhin 20 Euro, aber recht gut zubereitet, sehr scharf aber ich habs gerade geschafft sie essen zu können.
Dann haben wir uns die Flaniermeile angesehen die auf einem Damm entlang des Mekongs geht. Viele Standeln, am Anfang davon selbstverständlich nur Essen und Getränke, wir sind hier ja in China... man kann sich für einen knappen Euro einen frischen Fruchtsaft aus den unmöglichsten Früchten mixen lassen. Ein Angebot dass ich gerne öfters in Anspruch genommen habe!
Der Tand zum einkaufen war auch insofern beeindruckend weil eigentlich kein Stand dasselbe hatte wie ein anderer Stand.
Am Ende der Meile sind wir noch ein wenig weiter spaziert. Wir haben dann sehr komische Geräusche vernommen. Erst dachte ich es wäre irgend ein Mönchsgesang (aus versteckten Lautsprechern), dann ein Instrument... später stellte sich heraus es waren riesige Frösche die in Abflussrinnen saßen...
Dann ging es zurück ins Hotel, der Tag war geschafft!
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14.7.13
Eine Reise nach Xishuangbanna - Tag Eins
Xishuangbanna
ist eine tropische Gegend hier in Yunnan, inklusive dazugehörigem
Urwald und so. Eine von sehr wenigen Gegenden Chinas wo man sowas
sehen kann. Mit Affen, nativen Elefanten und anderen verrückten
Viechern. Wenn man ein halbes Jahr hier wohnt dann sollte man sich
das mal angesehen haben habe ich mir gedacht. Meine Freundin hatte
eine Reisegruppe die auch dorthin gefahren ist also habe ich mich
parallel zu ihr dorthin bewegt.
Xishuangbanna bedeutet übrigens
12-Felder oder so ähnlich in einer lokalen Sprache hier. Die Gegend
war früher ein eigenes Königreich und es lebt hier die sogenannte
Dai Minorität. Diese sind mehr oder weniger Thais. Aber das alles
nur am Rande.
Erst habe ich mir angesehen wie ich hinkomme. Von Kunming gibt es keinen sinnvollen Zug, bleiben nur Bus und Flugzeug. Im Moment ist natürlich „High Season“ also sind die Plätze begehrter und die Preise höher. Daher habe ich mich dann für die 60€ Bus Variante anstatt der 200€ Flugvariante entschieden. Dies bedeutete aber auch dass es für mich schwieriger war das richtige Ticket zu kriegen und den richtigen Bus zu besteigen. Steven hatte sich bereiterklärt mir zu helfen und mit mir Tickets zu kaufen, denn Faith war bereits mit ihren Touristen unterwegs.
Wieder einmal gab es ein Kommunikationsproblem, daher war er dann überrascht als ich am Tag meiner Abreise sein Versprechen einforderte. Er entschied dann spontan mitzufahren und dort einen Tag zu bleiben.... das sind 8 Stunden hinfahrt und 8 Stunden Rückfahrt in der Nacht jeweils für den Tag Aufenthalt. Ich machte ihn darauf aufmerksam aber das störte ihn nicht sonderlich, also ging es dann los. Später sagte er zwar zu Faith er entschied sich nur deswegen mitzufahren weil er Angst hatte ich würde das alleine einfach überhaupt nicht schaffen.... das war doch recht beleidigend. Ich weiß nicht warum immer alle glauben ich wäre zu solchen Sachen nicht in der Lage? Auch Faith die die ersten 2 Male panische Angst hatte als ich alleine für ein paar Tage in Kunming war.... ich habe schon soviele Länder bereist und habe noch immer alles was ich mir vorgenommen hatte geschafft... ich denke ohne chinesische Hilfe sogar um einiges effizienter als mit... tssss... na jedenfalls war ich über ein wenig Gesellschaft doch froh. Ich hatte daher nun zwar meine „Three Kingdoms“ Romanserie umsonst gekauft aber die konnte ich ja zu einem anderen Zeitpunkt lesen.
Die Busse von Kunming haben sogar Klimaanlage die sogar recht gut funktioniert und man hat ein nicht gerade sauberes Bett zum schlafen. Ein Film wird gezeigt und sonst wird gefahren. Ich muss sagen die vietnamesischen Busverbindungen sind edler und besser, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.
Als wir den Bus bestiegen hatte ich das Bett ganz vorne rechts oben in der Nähe des Fahrers und Steven hatte das Bett ganz hinten links unten. Ich persönlich glaube ja das unsere Betten soweit auseinander waren war auf Stevens betreiben und nicht weil uns die Busfirma soweit auseinander platziert hat... Das Problem meines Bettes war das es ein wenig kürzer ist als die normalen und zu den Füßen etwas schmäler wird. Das ist recht ungut gerade wenn man nicht so klein ist wie der Standard-Asiate. Ich konnte auch den Film schwer ignorieren denn der Bildschirm hing gleich links neben mir...
Erst scherzten Steven und ich noch über meinen Platz, aber er bot mir später sogar an zu tauschen. Von seinem Platz aus konnte er den Film nicht verfolgen und schlafen wollte er noch nicht. Das Angebot nahm ich also gerne an auch zumal ich den Film „Alien vs Predator 2“ der lief nicht so toll finde. Natürlich warnte ich ihn zuvor nochmal über das Bett aber ihm war es recht.
Um 1 in der Nacht gab es dann einen Stop und ich ging aufs Klo. Beim zurückkommen habe ich dann nach Steven geschaut. Dieser meinte er könne nicht schlafen. Meine Antwort darauf war dass das natürlich kein Wunder sei, immerhin habe er sich einen Horrorfilm kurz vor der Schlafenszeit angesehen... ich fragte ihn dann ob er einen Gutenachtkuss will das würde ihm vielleicht helfen aber er lehnte ab.
Also war er natürlich die Nacht über nicht in der Lage zu schlafen und jammerte den Nächsten Tag ständig. In der Früh kamen wir schließlich an. In der Provinzhauptstadt von Xishuangbanna namens Jinghong City. Als erstes brauchten wir ein Frühstück. An einem Snackstand nahm dann Steven ein typisches südchinesisches Frühstück zu sich. Heiße Sojamilch und Joutiao in heißer süßer Sojamilch. Joutiao sind längliche herausgebackene... Teigdinger. Nichts drinnen, einfach nur rausgebacken. Der Teig ist ähnlich wie Krapfen. Ich hatte nur die Sojamilch und aß die Bananen die ich noch in Kunming für die Fahrt gekauft hatte. Wahrscheinlich kamen diese Bananen sowieso aus Xishuangbanna.Dann gings ins Taxi denn wir hatten geplant zum Manting-Park zu fahren. Denn dort gibt es chinesische Elefanten. Schließlich fuhren wir aber dann zu einem Tempelpark. Denn der Taxifahrer sagte der Mantingpark sei noch nicht offen und die Elefantenauführungen sind sowieso später und der andere Park ist in der früh besser. Meine Alarmglocken schrillten schon. Ein alter Trick bei chinesischen Taxifahrern ist:DiesUndDas ist noch nicht offen, oder gerade im Umbau oder gibt es nicht mehr damit sie dich dann woanders hinbringen können wo sie Komission bekommen können. Aber sei es drum wir hatten eh noch keinen fixen Tagesplan und von einem Tempelpark hatte ich auch gehört also machen wir halt den zuerst.
Erst habe ich mir angesehen wie ich hinkomme. Von Kunming gibt es keinen sinnvollen Zug, bleiben nur Bus und Flugzeug. Im Moment ist natürlich „High Season“ also sind die Plätze begehrter und die Preise höher. Daher habe ich mich dann für die 60€ Bus Variante anstatt der 200€ Flugvariante entschieden. Dies bedeutete aber auch dass es für mich schwieriger war das richtige Ticket zu kriegen und den richtigen Bus zu besteigen. Steven hatte sich bereiterklärt mir zu helfen und mit mir Tickets zu kaufen, denn Faith war bereits mit ihren Touristen unterwegs.
Wieder einmal gab es ein Kommunikationsproblem, daher war er dann überrascht als ich am Tag meiner Abreise sein Versprechen einforderte. Er entschied dann spontan mitzufahren und dort einen Tag zu bleiben.... das sind 8 Stunden hinfahrt und 8 Stunden Rückfahrt in der Nacht jeweils für den Tag Aufenthalt. Ich machte ihn darauf aufmerksam aber das störte ihn nicht sonderlich, also ging es dann los. Später sagte er zwar zu Faith er entschied sich nur deswegen mitzufahren weil er Angst hatte ich würde das alleine einfach überhaupt nicht schaffen.... das war doch recht beleidigend. Ich weiß nicht warum immer alle glauben ich wäre zu solchen Sachen nicht in der Lage? Auch Faith die die ersten 2 Male panische Angst hatte als ich alleine für ein paar Tage in Kunming war.... ich habe schon soviele Länder bereist und habe noch immer alles was ich mir vorgenommen hatte geschafft... ich denke ohne chinesische Hilfe sogar um einiges effizienter als mit... tssss... na jedenfalls war ich über ein wenig Gesellschaft doch froh. Ich hatte daher nun zwar meine „Three Kingdoms“ Romanserie umsonst gekauft aber die konnte ich ja zu einem anderen Zeitpunkt lesen.
Die Busse von Kunming haben sogar Klimaanlage die sogar recht gut funktioniert und man hat ein nicht gerade sauberes Bett zum schlafen. Ein Film wird gezeigt und sonst wird gefahren. Ich muss sagen die vietnamesischen Busverbindungen sind edler und besser, aber es war bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.
Als wir den Bus bestiegen hatte ich das Bett ganz vorne rechts oben in der Nähe des Fahrers und Steven hatte das Bett ganz hinten links unten. Ich persönlich glaube ja das unsere Betten soweit auseinander waren war auf Stevens betreiben und nicht weil uns die Busfirma soweit auseinander platziert hat... Das Problem meines Bettes war das es ein wenig kürzer ist als die normalen und zu den Füßen etwas schmäler wird. Das ist recht ungut gerade wenn man nicht so klein ist wie der Standard-Asiate. Ich konnte auch den Film schwer ignorieren denn der Bildschirm hing gleich links neben mir...
Erst scherzten Steven und ich noch über meinen Platz, aber er bot mir später sogar an zu tauschen. Von seinem Platz aus konnte er den Film nicht verfolgen und schlafen wollte er noch nicht. Das Angebot nahm ich also gerne an auch zumal ich den Film „Alien vs Predator 2“ der lief nicht so toll finde. Natürlich warnte ich ihn zuvor nochmal über das Bett aber ihm war es recht.
Um 1 in der Nacht gab es dann einen Stop und ich ging aufs Klo. Beim zurückkommen habe ich dann nach Steven geschaut. Dieser meinte er könne nicht schlafen. Meine Antwort darauf war dass das natürlich kein Wunder sei, immerhin habe er sich einen Horrorfilm kurz vor der Schlafenszeit angesehen... ich fragte ihn dann ob er einen Gutenachtkuss will das würde ihm vielleicht helfen aber er lehnte ab.
Also war er natürlich die Nacht über nicht in der Lage zu schlafen und jammerte den Nächsten Tag ständig. In der Früh kamen wir schließlich an. In der Provinzhauptstadt von Xishuangbanna namens Jinghong City. Als erstes brauchten wir ein Frühstück. An einem Snackstand nahm dann Steven ein typisches südchinesisches Frühstück zu sich. Heiße Sojamilch und Joutiao in heißer süßer Sojamilch. Joutiao sind längliche herausgebackene... Teigdinger. Nichts drinnen, einfach nur rausgebacken. Der Teig ist ähnlich wie Krapfen. Ich hatte nur die Sojamilch und aß die Bananen die ich noch in Kunming für die Fahrt gekauft hatte. Wahrscheinlich kamen diese Bananen sowieso aus Xishuangbanna.Dann gings ins Taxi denn wir hatten geplant zum Manting-Park zu fahren. Denn dort gibt es chinesische Elefanten. Schließlich fuhren wir aber dann zu einem Tempelpark. Denn der Taxifahrer sagte der Mantingpark sei noch nicht offen und die Elefantenauführungen sind sowieso später und der andere Park ist in der früh besser. Meine Alarmglocken schrillten schon. Ein alter Trick bei chinesischen Taxifahrern ist:DiesUndDas ist noch nicht offen, oder gerade im Umbau oder gibt es nicht mehr damit sie dich dann woanders hinbringen können wo sie Komission bekommen können. Aber sei es drum wir hatten eh noch keinen fixen Tagesplan und von einem Tempelpark hatte ich auch gehört also machen wir halt den zuerst.
Wie dessen Name war habe
ich vergessen aber Faith nannte ihn später „Big Buddha Temple“.
Und der Name passt verdammt gut! Schon aus ein paar Kilometern
Entfernung sieht man durch den Dunst eine riesige 45 Meter Buddah
Statue die auf die Stadt blickt!
Eintritt war eigentlich verdammt viel, 120 Yuan. Dafür hätten wir auch einen Tour Guide bekommen, aber wie ich später hörte verzichtete Steven auf diesen denn es gab keinen der der englischen Sprache mächtig war und verständlicherweise wollte er nicht ständig übersetzen... als wir im Tempelkomplex waren fing es dann stark zu regnen an was uns zum warten veranlasste. Erst als der Regen etwas nachlies machten wir uns weiter auf den Berg zu erklimmen. Ganz oben angekommen waren wir dann aber leicht verstimmt weil der größte Tempel der Anlage der dort sein sollte noch gar nicht fertig war... also konnten wir dann auf eine weitere monumentale Baustelle blicken von denen es ja in China genug gibt. Ich war ein wenig enttäuscht dass die Bauarbeiter keine Mönche waren und während der Arbeit keine Mantras sangen... da hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Dennoch konnte man von dem obersten Punkt einen schönen Blick über die Stadt werfen. Ein Stück weiter unten war die riesige 45m-Buddhastatue. Das erinnerte mich an meinen Besuch am Monte Christo mit meinem Vater vor einem halben Jahr... der Jesus war zwar nicht in Gold dafür war er (wahrscheinlich?) massiver Stein. Der Buddha hier eher weniger.
Nach dem Besuch ging es zurück in die Stadt.
Die Stadt ist extrem grün, riesige Palmen und andere Pflanzen wohin man schaut. Die Architektur ist sehr anders, mit den typischen thailändischen Verzierungen und Dächern! Es ist schwül und heiß und zu dieser Jahreszeit (?) kann es schnell zu heftigen Regenfällen kommen die lange oder kurz andauern.
Was einem hier auffällt: Alle Geschäfte und Straßen und alles sonstige ist nicht wie normal mit chinesischen Zeichen und Pinyin beschriftet sondern mit chinesischen Zeichen und thailändischen Schriftzeichen! Manchmal findet man auch Pinyin, dann sind es 3 Schriften.
Zum Mantingpark ging es also mit dem Taxi doch dann begann ein tropischer strömender Regen also haben wir erstmal im Tourismuszentrum des Parks schutz gesucht. Von dort hatte man zwar keine wirklich tolle aussicht bis auf eine Statue von … ich glaube es war Zhou Enlai der in den 60ern einmal in diese Stadt gekommen war um mit der Dai Minorität das „Water Splashing Festival“ zu feiern. Das war genug ihm eine Statue im Park aufzustellen. Als der Regen irgendwann weniger wurde sind wir dann losmarschiert. Der Park ist ganz nett anzusehen, aber die Elefantenshow war leider nicht.... die Elefanten sind krank, außerdem hatten wir eine falsche Zeit. Sehr gut gefallen haben mir die Buddhistischen Tempel am Ende des Parks aber zu denen kommt man offenbar auch ohne Eintritt zu zahlen. Das Gold der Tempel leuchtet der beeindruckend in der Sonne wie wir viel später bemerken konnten!
Als nächstes ging es zur „Restaurantmeile“ wie ich dachte. Schließlich war es nun schon Mittag. Steven hatte aber eigentlich Lokalmeile gemeint, und die war natürlich noch nicht wirklich offen und viele Restaurants gab es dort nicht und wir wollten natürlich lokales Essen probieren. Wie so häufig in China fanden wir viele Szechuan-Restaurants aber sonst nicht wirklich etwas. Gefunden haben wir dann schließlich doch etwas. Dort haben wir dann auch bestellt und gut gegessen. Die Besitzer waren zwar natürlich wieder mal aus Szechuan wie Steven dann heraushörte... aber das tat der Qualität des Essens keinen Abbruch. Mir schmeckt das Essen hier jedenfalls besser als die klassischen Yunnan-Gerichte!
Zum Essen bestellte Steven dann noch ein Bier wovon ich ihm vehemennt abriet: Es war schwül und heiß und erst mittag. Ein Bier – und selbst ein chinessiches Leichtbier – würde reichen um ihn K.O. zu kriegen.
Natürlich umso mehr weil er meinte er hätte nicht wirklich im Bus geschlafen.
Natürlich hatte ich -wie ja praktisch immer und überall- recht und den Rest des Tages klagte Steven drüber wie müde er nicht ist. Erst gingen wir ein wenig in der Stadt spazieren, inklusive einer kurzen Strecke am Ufer des Mekongs der hier Lancang (Langtschhang) heißt. Im Endeffekt führte sein Bier aber dann dazu dass unser nächstes Ziel ein Cafe war weil Steven schlafen wollte bzw einen Kaffee trinken wollte. Was von den beiden genau hing vom jeweiligen Satz ab den er gerade sagte. Er war aber mit den meisten Lokalen nicht zufrieden bis ich schließlich auf eines bestand... drinnen angekommen bestellte mein chinesischer Freund dann erstmal was zum essen und zum trinken eine kalte und süße thailändische Kokosmilchsuppe. Zu einem Kaffee war er dann nicht mehr zu bewegen und die nächsten Stunden waren wir dann in dem Cafe. Zur Nachmittagszeit war es sowieso sehr heiß weil die Sonne nun permanent schien. Ich hätte zwar auf eigene Faust erkunden können, aber ich denke ich habe schon ein wenig über chinesische Höflichkeit gelernt. Das er vor mir schläft ist nicht unhöflich, das ich auf eigene Faust losziehe, zumal er „mit mir“ nach Xishuangbanna gefahren ist wäre jedoch sehr unhöflich rübergekommen. Und Steven ist schließlich mein Hawara also beschränkte ich mich darauf Witze über ihn zu machen. Gegen 5 kam dann Faith mit ihrem Flieger an und wir trafen uns schließlich zum gemeinsamen Abendessen. Also zurück in die Bargegend in der Nähe des Mekongs wo wir schon zu Mittag waren aber noch nichts offen hatte. Mit meinem Hinweis darauf das ich auch zu Mittag tapfer das scharfe Essen ausgehalten hatte bestellten Faith und Steven dann... und das essen war mir dann doch zu scharf und ich begnügte mich mit nacktem Reis mit ganz wenig von dem Rest. Zumal Steven zum Trinken dann noch einen hiesigen „Wein“, also Schnaps bestellte wurde es dann für meinen Magen noch schärfer. Scharfes Essen und dann noch Hochprozentiges dazu... nein das ging nicht. Außerdem erinntere mich das Zeug stark an Grappa und schon allein auf den Geruch von Grappa wird mir manchmal übel nach einem... Abenteuer mit Grappa vor ein paar Jahren. Wenn sich jetzt wer von euch fragt: Als Getränk zum essen nur Schnaps? Wir erinnern uns: in China wird häufig auch gar nichts zum essen getrunken. Daher ist der Schnaps nicht abwegig.
Ich hatte Steven aber versprochen das wir gemeinsam trinken würden also bestellten wir dann noch ein lokales Bier... dieses kam dann in einer sehr stylischen ca 1.5 Liter Aluminium-Flasche! So wird das hier von der Brauerei geliefert. Es war dann ein sehr nettes Essen mit Blick auf den Mekong und Live-Musik vom Nachbarlokal. Ein sehr cooler Ausklang des Tages! Dann brachten wir Steven noch zum Busbahnhof um anschließend nochmals auf der Promenade in trauter Zweisamkeit am Mekong zu spazieren. Danach ging es in unser Hotel das Jinghong Shanxi Hotel. Das Hotel ist ganz okay für Yunnanverhältnisse, ich habe immerhin eine englischsprachige Kraft getroffen. Frühstück ist ein typisch chinesisches Frühstücksbuffet im Hof des Hotels. Faith war überhaupt nicht angetan aber um den Preis von ca. 280 Yuan ein guter Tipp. Die Zimmer hatten eine AC und einen Fernseher und das Bad war nicht grauslich. Muffig riecht es in einer tropischen Gegend wohl überall und westlich sauber sind hier die Hotels sowieso nicht.
Eintritt war eigentlich verdammt viel, 120 Yuan. Dafür hätten wir auch einen Tour Guide bekommen, aber wie ich später hörte verzichtete Steven auf diesen denn es gab keinen der der englischen Sprache mächtig war und verständlicherweise wollte er nicht ständig übersetzen... als wir im Tempelkomplex waren fing es dann stark zu regnen an was uns zum warten veranlasste. Erst als der Regen etwas nachlies machten wir uns weiter auf den Berg zu erklimmen. Ganz oben angekommen waren wir dann aber leicht verstimmt weil der größte Tempel der Anlage der dort sein sollte noch gar nicht fertig war... also konnten wir dann auf eine weitere monumentale Baustelle blicken von denen es ja in China genug gibt. Ich war ein wenig enttäuscht dass die Bauarbeiter keine Mönche waren und während der Arbeit keine Mantras sangen... da hatte ich mir irgendwie mehr erwartet. Dennoch konnte man von dem obersten Punkt einen schönen Blick über die Stadt werfen. Ein Stück weiter unten war die riesige 45m-Buddhastatue. Das erinnerte mich an meinen Besuch am Monte Christo mit meinem Vater vor einem halben Jahr... der Jesus war zwar nicht in Gold dafür war er (wahrscheinlich?) massiver Stein. Der Buddha hier eher weniger.
Nach dem Besuch ging es zurück in die Stadt.
Die Stadt ist extrem grün, riesige Palmen und andere Pflanzen wohin man schaut. Die Architektur ist sehr anders, mit den typischen thailändischen Verzierungen und Dächern! Es ist schwül und heiß und zu dieser Jahreszeit (?) kann es schnell zu heftigen Regenfällen kommen die lange oder kurz andauern.
Was einem hier auffällt: Alle Geschäfte und Straßen und alles sonstige ist nicht wie normal mit chinesischen Zeichen und Pinyin beschriftet sondern mit chinesischen Zeichen und thailändischen Schriftzeichen! Manchmal findet man auch Pinyin, dann sind es 3 Schriften.
Zum Mantingpark ging es also mit dem Taxi doch dann begann ein tropischer strömender Regen also haben wir erstmal im Tourismuszentrum des Parks schutz gesucht. Von dort hatte man zwar keine wirklich tolle aussicht bis auf eine Statue von … ich glaube es war Zhou Enlai der in den 60ern einmal in diese Stadt gekommen war um mit der Dai Minorität das „Water Splashing Festival“ zu feiern. Das war genug ihm eine Statue im Park aufzustellen. Als der Regen irgendwann weniger wurde sind wir dann losmarschiert. Der Park ist ganz nett anzusehen, aber die Elefantenshow war leider nicht.... die Elefanten sind krank, außerdem hatten wir eine falsche Zeit. Sehr gut gefallen haben mir die Buddhistischen Tempel am Ende des Parks aber zu denen kommt man offenbar auch ohne Eintritt zu zahlen. Das Gold der Tempel leuchtet der beeindruckend in der Sonne wie wir viel später bemerken konnten!
Als nächstes ging es zur „Restaurantmeile“ wie ich dachte. Schließlich war es nun schon Mittag. Steven hatte aber eigentlich Lokalmeile gemeint, und die war natürlich noch nicht wirklich offen und viele Restaurants gab es dort nicht und wir wollten natürlich lokales Essen probieren. Wie so häufig in China fanden wir viele Szechuan-Restaurants aber sonst nicht wirklich etwas. Gefunden haben wir dann schließlich doch etwas. Dort haben wir dann auch bestellt und gut gegessen. Die Besitzer waren zwar natürlich wieder mal aus Szechuan wie Steven dann heraushörte... aber das tat der Qualität des Essens keinen Abbruch. Mir schmeckt das Essen hier jedenfalls besser als die klassischen Yunnan-Gerichte!
Zum Essen bestellte Steven dann noch ein Bier wovon ich ihm vehemennt abriet: Es war schwül und heiß und erst mittag. Ein Bier – und selbst ein chinessiches Leichtbier – würde reichen um ihn K.O. zu kriegen.
Natürlich umso mehr weil er meinte er hätte nicht wirklich im Bus geschlafen.
Natürlich hatte ich -wie ja praktisch immer und überall- recht und den Rest des Tages klagte Steven drüber wie müde er nicht ist. Erst gingen wir ein wenig in der Stadt spazieren, inklusive einer kurzen Strecke am Ufer des Mekongs der hier Lancang (Langtschhang) heißt. Im Endeffekt führte sein Bier aber dann dazu dass unser nächstes Ziel ein Cafe war weil Steven schlafen wollte bzw einen Kaffee trinken wollte. Was von den beiden genau hing vom jeweiligen Satz ab den er gerade sagte. Er war aber mit den meisten Lokalen nicht zufrieden bis ich schließlich auf eines bestand... drinnen angekommen bestellte mein chinesischer Freund dann erstmal was zum essen und zum trinken eine kalte und süße thailändische Kokosmilchsuppe. Zu einem Kaffee war er dann nicht mehr zu bewegen und die nächsten Stunden waren wir dann in dem Cafe. Zur Nachmittagszeit war es sowieso sehr heiß weil die Sonne nun permanent schien. Ich hätte zwar auf eigene Faust erkunden können, aber ich denke ich habe schon ein wenig über chinesische Höflichkeit gelernt. Das er vor mir schläft ist nicht unhöflich, das ich auf eigene Faust losziehe, zumal er „mit mir“ nach Xishuangbanna gefahren ist wäre jedoch sehr unhöflich rübergekommen. Und Steven ist schließlich mein Hawara also beschränkte ich mich darauf Witze über ihn zu machen. Gegen 5 kam dann Faith mit ihrem Flieger an und wir trafen uns schließlich zum gemeinsamen Abendessen. Also zurück in die Bargegend in der Nähe des Mekongs wo wir schon zu Mittag waren aber noch nichts offen hatte. Mit meinem Hinweis darauf das ich auch zu Mittag tapfer das scharfe Essen ausgehalten hatte bestellten Faith und Steven dann... und das essen war mir dann doch zu scharf und ich begnügte mich mit nacktem Reis mit ganz wenig von dem Rest. Zumal Steven zum Trinken dann noch einen hiesigen „Wein“, also Schnaps bestellte wurde es dann für meinen Magen noch schärfer. Scharfes Essen und dann noch Hochprozentiges dazu... nein das ging nicht. Außerdem erinntere mich das Zeug stark an Grappa und schon allein auf den Geruch von Grappa wird mir manchmal übel nach einem... Abenteuer mit Grappa vor ein paar Jahren. Wenn sich jetzt wer von euch fragt: Als Getränk zum essen nur Schnaps? Wir erinnern uns: in China wird häufig auch gar nichts zum essen getrunken. Daher ist der Schnaps nicht abwegig.
Ich hatte Steven aber versprochen das wir gemeinsam trinken würden also bestellten wir dann noch ein lokales Bier... dieses kam dann in einer sehr stylischen ca 1.5 Liter Aluminium-Flasche! So wird das hier von der Brauerei geliefert. Es war dann ein sehr nettes Essen mit Blick auf den Mekong und Live-Musik vom Nachbarlokal. Ein sehr cooler Ausklang des Tages! Dann brachten wir Steven noch zum Busbahnhof um anschließend nochmals auf der Promenade in trauter Zweisamkeit am Mekong zu spazieren. Danach ging es in unser Hotel das Jinghong Shanxi Hotel. Das Hotel ist ganz okay für Yunnanverhältnisse, ich habe immerhin eine englischsprachige Kraft getroffen. Frühstück ist ein typisch chinesisches Frühstücksbuffet im Hof des Hotels. Faith war überhaupt nicht angetan aber um den Preis von ca. 280 Yuan ein guter Tipp. Die Zimmer hatten eine AC und einen Fernseher und das Bad war nicht grauslich. Muffig riecht es in einer tropischen Gegend wohl überall und westlich sauber sind hier die Hotels sowieso nicht.
12.7.13
Gehen wir doch zum Frisör
Lange
lange habe ich es hinausgezögert, aber schließlich musste sogar ich
zum Frisör gehen. Außerdem ist sowas natürlich auch eine
Erfahrung.
Lange lange hat es auch gedauert bis wir schließlich hingegangen sind zu einem solchen Frisör. Seit zwei Wochen hatten wir es geplant aber irgendwie nicht wirklich geschafft. Da aber meine Freundin nun eine „wichtige“ Reisegruppe hat wollte sie doch noch davor hin und schließlich haben wir einen Termin gefunden... wir sind ja beide halt sehr beschäftigt, vor allem jetzt da meine Uni vorbei ist...
Frisöre gibt es ziemlich viele in Kunming und die Preisdiskrepanz ist so enorm wie beim essen. 1 Stunde mit den öffentlichen vom Zentrum entfernt kriegt man einen Herrenhaarschnitt mit Waschen in den Barber Shops um 1,80 €. Die Edel-Barber Shops gibt es natürlich auch. Da kann man das zwanzigfache dafür Zahlen. Und dann gibt es natürlich noch die Barber Shops wo man 200 Yuan zahlt aber nicht die Haare geschnitten bekommt sondern ein anderes Service... aber ich schweife ab, ich wollte ja von meinem Frisörbesuch erzählen.
Was in den Barber Shops hier gängig ist: Es gibt einen VIP Bereich im oberen Stockwerk. Das gabs auch in dem Brillenladen wo ich war, sowas kann man hier also öfters finden. Wir waren aber im Otto-Normal Bereich.
Faith wollte einfach nur ihre Haare kürzen und ich wollte... na wer meine Frisur kennt weiß dass das nicht GAANZ so einfach ist.
Dementsprechend war mir natürlich auch die Aufmerksamkeit aller im Geschäft Anwesenden sicher, aber das bin ich ja gewohnt. In dem Fall war halt dann nur verschärft das alle inklusive der Chefin meine Haare anfassen und begutachten wollten. Jedenfalls... keine alltägliche Frisur, ja auch nicht für westliche Verhältnisse. Und das muss man mal rüberbringen was man will.
Und dann noch durch die Übersetzungen von Faith durch. Aber im Endeffekt wollte ich alle loosen Haare einfach um die Hälfte gekürtzt haben. Klingt ja nicht so schwer. Dennoch war der Herr offensichtlich überfordert. So eine ausgefallene Frisur, dann noch so dünne Haare, eine seltsame Haarfarbe und dann noch Geheimratsecken... Dinge die es hier in China so nicht gibt! Vielleicht wären wir im VIP Bereich besser aufgehoben gewesen? Andererseits fühlte ich sowieso so viel Aufmerksamkeit auf mir wie ein VIP, wie wäre da dann der VIP Bereich erst gewesen?
Tatsache ist jedenfalls das mir glaube ich noch niemals in meinem ganzen doch schon längerem Leben soooo wenig Haare abgeschnitten wurden wenn ich beim Frisör war. Leider sehe ich nicht genau was ein Frisör macht da ich meine Brille abnehmen muss. Als er meinte fertig zu sein machte ich ihn dennoch darauf aufmerksam das das doch signifikant weniger als die Häfte sei die er da weggeschnitten hat. Nach hin und her Übersetzungen und Gerede - und 3 weiteren herbeigeeilten Frisören – stand dann fest: er kann nicht mehr wegschneiden. Aha. Na dann.
Dann wartete ich bis Faith fertig war. Bei ihr brauchte der Frisör signifikant länger als bei mir. Und selbst bei den wenigen Zentimetern an Haaren die ihr weggeschnitten wurden war es atemberaubend wieviele Haare nachher am Boden lagen.... halt volles chinesisches Haar.
Nach dem Schnitt wirst du dann nicht abgeputzt, daher kleben dir überall dann kleine Haare an. Dafür ist es durchaus üblich nach dem Schneiden ein weiteres mal den Kopf waschen zu lassen. Was ich aber ablehnte. Und Faith auch denn wir hatten einen vollen Terminplan. Man kann beim Haare waschen übrigens wählen welches Shampoo man denn wolle. Je nach Shampoo kostet das dann unterschiedlich, bis zu mehr als das doppelte. Jetzt wo ich das schreibe frage ich mich ob... naja, in Peking übernachtete ich ja in einem Hotel in dem es einen Massagesalon gab. Die billigste Massage kostete ca. 15 € und dann gab es da noch stark stark teurere Massagen. Ich meine „Massagen“.
Nein, ich beliebe zu scherzen: dieser Barber Shop war völlig legitim.
Ein schöner Nachtrag:
Am nächsten Tag habe ich mich mit meinem Lieblingshawara hier getroffen. Steven meinte er müsse zum Frisör, ob ich nicht meine Haare geschnitten bekommen wolle...
Ich selbst fand nicht wirklich das ER einen Haarschnitt nötig hatte, aber ich hatte nichts besseres zu tun und er versprach mir dafür mit mir Tickets zu kaufen was ohne Chinesen ein wenig schwer würde... und Faith war schon auf dem Weg nach Lijang zur wichtigen Touristengruppe. Außerdem war inkludiert dass wir dann am Abend ein wenig weggehen würden.... und Frisör ist doch eine gute Einstimmung... äääh oder so?
Also begleitete ich ihn. Als Cafebesitzer ging er natürlich in den VIP Bereich, ich im Schlepptau. Wieder großes Hallo über den Laowai mit den komischen Haaren. Ich muss sagen den Frisör den er auswählte mochte ich besser. Er war zwar teurer aber dafür war das Personal uniformiert. Eigentlich mag ich ja keine Uniformen für Arbeit oder sonstwie aber die knappen Hosen der Frisösen hatten doch etwas für sich und es hatte auch eine gewisse Erotik ihnen beim Haarewaschen zuzusehen... aber davon hätte ich als Kunde nichts mitbekommen.
So war kenne ich also auch chinesische Frisöre. Die echten. Durchaus auch eine besondere Erfahrung, ähnlich eindrucksvoll wie mein Frisörbesuch in Kuba aber auf eine ganz andere Art.
Lange lange hat es auch gedauert bis wir schließlich hingegangen sind zu einem solchen Frisör. Seit zwei Wochen hatten wir es geplant aber irgendwie nicht wirklich geschafft. Da aber meine Freundin nun eine „wichtige“ Reisegruppe hat wollte sie doch noch davor hin und schließlich haben wir einen Termin gefunden... wir sind ja beide halt sehr beschäftigt, vor allem jetzt da meine Uni vorbei ist...
Frisöre gibt es ziemlich viele in Kunming und die Preisdiskrepanz ist so enorm wie beim essen. 1 Stunde mit den öffentlichen vom Zentrum entfernt kriegt man einen Herrenhaarschnitt mit Waschen in den Barber Shops um 1,80 €. Die Edel-Barber Shops gibt es natürlich auch. Da kann man das zwanzigfache dafür Zahlen. Und dann gibt es natürlich noch die Barber Shops wo man 200 Yuan zahlt aber nicht die Haare geschnitten bekommt sondern ein anderes Service... aber ich schweife ab, ich wollte ja von meinem Frisörbesuch erzählen.
Was in den Barber Shops hier gängig ist: Es gibt einen VIP Bereich im oberen Stockwerk. Das gabs auch in dem Brillenladen wo ich war, sowas kann man hier also öfters finden. Wir waren aber im Otto-Normal Bereich.
Faith wollte einfach nur ihre Haare kürzen und ich wollte... na wer meine Frisur kennt weiß dass das nicht GAANZ so einfach ist.
Dementsprechend war mir natürlich auch die Aufmerksamkeit aller im Geschäft Anwesenden sicher, aber das bin ich ja gewohnt. In dem Fall war halt dann nur verschärft das alle inklusive der Chefin meine Haare anfassen und begutachten wollten. Jedenfalls... keine alltägliche Frisur, ja auch nicht für westliche Verhältnisse. Und das muss man mal rüberbringen was man will.
Und dann noch durch die Übersetzungen von Faith durch. Aber im Endeffekt wollte ich alle loosen Haare einfach um die Hälfte gekürtzt haben. Klingt ja nicht so schwer. Dennoch war der Herr offensichtlich überfordert. So eine ausgefallene Frisur, dann noch so dünne Haare, eine seltsame Haarfarbe und dann noch Geheimratsecken... Dinge die es hier in China so nicht gibt! Vielleicht wären wir im VIP Bereich besser aufgehoben gewesen? Andererseits fühlte ich sowieso so viel Aufmerksamkeit auf mir wie ein VIP, wie wäre da dann der VIP Bereich erst gewesen?
Tatsache ist jedenfalls das mir glaube ich noch niemals in meinem ganzen doch schon längerem Leben soooo wenig Haare abgeschnitten wurden wenn ich beim Frisör war. Leider sehe ich nicht genau was ein Frisör macht da ich meine Brille abnehmen muss. Als er meinte fertig zu sein machte ich ihn dennoch darauf aufmerksam das das doch signifikant weniger als die Häfte sei die er da weggeschnitten hat. Nach hin und her Übersetzungen und Gerede - und 3 weiteren herbeigeeilten Frisören – stand dann fest: er kann nicht mehr wegschneiden. Aha. Na dann.
Dann wartete ich bis Faith fertig war. Bei ihr brauchte der Frisör signifikant länger als bei mir. Und selbst bei den wenigen Zentimetern an Haaren die ihr weggeschnitten wurden war es atemberaubend wieviele Haare nachher am Boden lagen.... halt volles chinesisches Haar.
Nach dem Schnitt wirst du dann nicht abgeputzt, daher kleben dir überall dann kleine Haare an. Dafür ist es durchaus üblich nach dem Schneiden ein weiteres mal den Kopf waschen zu lassen. Was ich aber ablehnte. Und Faith auch denn wir hatten einen vollen Terminplan. Man kann beim Haare waschen übrigens wählen welches Shampoo man denn wolle. Je nach Shampoo kostet das dann unterschiedlich, bis zu mehr als das doppelte. Jetzt wo ich das schreibe frage ich mich ob... naja, in Peking übernachtete ich ja in einem Hotel in dem es einen Massagesalon gab. Die billigste Massage kostete ca. 15 € und dann gab es da noch stark stark teurere Massagen. Ich meine „Massagen“.
Nein, ich beliebe zu scherzen: dieser Barber Shop war völlig legitim.
Ein schöner Nachtrag:
Am nächsten Tag habe ich mich mit meinem Lieblingshawara hier getroffen. Steven meinte er müsse zum Frisör, ob ich nicht meine Haare geschnitten bekommen wolle...
Ich selbst fand nicht wirklich das ER einen Haarschnitt nötig hatte, aber ich hatte nichts besseres zu tun und er versprach mir dafür mit mir Tickets zu kaufen was ohne Chinesen ein wenig schwer würde... und Faith war schon auf dem Weg nach Lijang zur wichtigen Touristengruppe. Außerdem war inkludiert dass wir dann am Abend ein wenig weggehen würden.... und Frisör ist doch eine gute Einstimmung... äääh oder so?
Also begleitete ich ihn. Als Cafebesitzer ging er natürlich in den VIP Bereich, ich im Schlepptau. Wieder großes Hallo über den Laowai mit den komischen Haaren. Ich muss sagen den Frisör den er auswählte mochte ich besser. Er war zwar teurer aber dafür war das Personal uniformiert. Eigentlich mag ich ja keine Uniformen für Arbeit oder sonstwie aber die knappen Hosen der Frisösen hatten doch etwas für sich und es hatte auch eine gewisse Erotik ihnen beim Haarewaschen zuzusehen... aber davon hätte ich als Kunde nichts mitbekommen.
So war kenne ich also auch chinesische Frisöre. Die echten. Durchaus auch eine besondere Erfahrung, ähnlich eindrucksvoll wie mein Frisörbesuch in Kuba aber auf eine ganz andere Art.
5.7.13
Dann gehen wir mal ins KTV
Wenn
man etwas über China erfahren will dann muss man etwas über KTV
wissen. Ich habe nachgesehen und mit schrecken festgestellt dass ich
bisher über die KTVs nichts berichtet habe...
was ist KTV? KTV ist das chinesische Karaoke. Ich denke es ist allgemein bekannt, dass Karaoke in Japan riesig ist. Was aber viel weniger Leute wissen, dass die chinesische Inkarnation hier ebenso beliebt ist, wenn nicht sogar beliebter! Beliebter sind sie unter anderem weil die Chinesen grundsätzlich sehr wenige bis gar keine Hobbies haben. KTV ist eine der wenigen Freizeitbeschäftigungen die sie haben. Daher gibt es auch UNMENGEN von KTVs! Und die Größe der KTVs ist auch erstaunlich... man kann sich leicht darin verlaufen daher merkt man sich am Besten seine Raumnummer (meine letzte war zB B-34)
Im Vergleich zu Japan und vor allem im Vergleich zu unseren Karaokes funktionieren die KTVs hier ziemlich anders.
Man mietet hier einen Raum in dem man dann mit Freunden für einen „Time-Slot“ relativ ungestört für sich ist. Es ist auch üblich mit seiner Familie hinzugehen. Und JEDER hat zu singen, abstinent bleiben funktioniert nicht wirklich. Die Räume sind in verschiedenen Größen zu haben und natürlich je nach Größe teurer oder billiger.
Man kann zu essen und zu trinken bestellen. Zum Essen sind das meistens Snacks wie Chicken Wings, eisgekühlte grüne Bohnen in Sojasauce (mein persönlicher Favorit!), Popccorn auf chinesische Art (also süß), Hendl-Haxen oder ähnliches. Zum trinken gibt es alle möglichen Spirituosen und Soft-Drinks oder frische Fruchtsäfte.
Bestellt wird entweder direkt beim Kellner, oder wenn man gerade den Raum mietet in dem kleinen „Supermarkt“ der im KTV oft untergebracht ist. Dort hat man eine große Auswahl an chinesischem oder amerikanischen Leichtbier und anderem. Die Preise sind erstaunlicherweise nicht höher als in den Lokalen obwohl alles so luxuriös anmutet. Man kann auch eine „Suite“ nehmen, => eine Essenssuite. Letztes Mal entschieden wir uns für eine Suite um 200 Yuan, das sind 25 Euro. Enthalten waren 12x 330ml Bier, eine mittelgroße Schale Popkorn, eine Früchteplatte, ein Teller Pommes Frittes sowie einmal die eisgekühlten Bohnen mit Sojasauce und Wasabi. Diese Bohnen sind so ähnlich wie unsere Erbsen, sind aber irgendwie eine andere Art.
Sie sind auch einfach selbst zuzubereiten. Einfach kaufen, dann entweder mit Schale in Wasser mit ganz wenig Salz oder auch mit Gewürzen kochen und dann einfrieren. Danach mit Sojasauce servieren. Köstlich und auch noch gesund wie ich glaube! Wenn man keinen Kühlschrank hat so wie wir kann man sie auch ohne einfrieren essen, dann schmecken sie auch gut. Sehr häufig auch üblich sind, wie zu so vielen anderen Gelegenheiten auch, Nüsse oder andere Kerne in Schalen. Geht man in einen KTV-Raum voll von Chinesen ist der Boden und der Tisch meist übersät mit den Schalen.
Wie in China oft üblich, lädt hier eine Person als Gastgeber die anderen ein. Wenn man schließlich alle Snacks und Getränke hat (und Snacks sind in China enorm wichtig!!!) kann es losgehen.
Nicht nur die Räume selbst sondern alleine die Hallen der KTVs sind sehr oft sehr luxuriös ausgestattet. Oft mit einem bestimmten Stil der sich durch alles durchzieht. Das ganze kann schon ganz schön beeidruckend aussehen. Die Räume haben ein oder zwei riesige Fernseher, ein komfortables Sofa, Glastische, eine Laser-Licht-Anlage, sowie einen Touchscreen auf dem man aus einem RIESIGEN Arsenal an Liedern auswählen kann. Auch hier kann man erwähnen: alles wirklich schön, neu, sauber und beeindruckend. Auch die Kellner sind höflich, zuvorkommend und addrett gekleidet.
Das erste Mal KTV war ich ja skeptisch... erstens ist so playback singen so nicht ganz meines und zweitens... ob ich da irgendein Lied in der Auswahl finde das ich kenne? Es stellt sich heraus, es gibt doch genügend Lieder auch für westliche Personen die man singen kann.
Manches erschließt sich einem jedoch nicht. So gibt es zB durchaus viele Lieder von den Beatles, aber nur ein einziges von den Rolling Stones... und das kenne ich nicht. Manche Sachen sind vorhanden und andere sehr große Namen fehlen dafür. Oder es gibt zwar 3 Lieder von ABBA aber kein wirklich großer Hit... viele der Westlichen Lieder wirklichen Evergreens oder Superhits sind außerdem den Chinesen unbekannt. Dann haben sie zB 3 Lieder von No Doubt, aber es gibt kein einziges Lied von Nirvana.
Dafür sind sie extrem verwundert wenn man auf die Frage ob man das gerade gespielte chinesiche Stück kennt sagt man kenne es nicht um gleich darauf zum wiederholten Male zu sagen das man im Westen KEINEN EINZIGEN Chinesischen Sänger kennt und daher auch keine Lieder... bis dieselbe Frage eine halbe Stunde später wieder gestellt wird zu einem anderen Chinesischen Lied.
Die Westlichen Lieder sind außerdem meist nicht original und oft stimmt auch der Text nicht bzw der Text wird in falscher Geschwindigkeit wiedergegeben.
Da es eine riesige Auswahl an Stücken gibt ist aber für jeden etwas dabei und selbst wenn ich mit meiner Freundin für 3,5 Stunden zu zweit zum KTV gehe finde ich genügend Dinge die mir einigermaßen Spaß machen zu singen. Und das will was heißen denn ich habe doch einen anspruchsvolleren Geschmack was Musik betrifft.
Das ist jedoch nichts gegen die Unmenge an asiatischen Lieder die man findet!
Nicht nur von Mainland-China, sondern auch extrem viel von Taiwan. (Auch vieles mit englischer Beschriftung die zB so lautet: „Only to be used in Taiwan“. Auch sehr viel von Hong Kong, viele Südkoreanische Bands und andere asiatische Musiker. Es gibt offenbar sehr viele Asiaten die auf chinesisch singen, der Markt ist halt einfach riesig...
Leider ist die Datenbank extrem schlecht sortiert: Manche Bands/Künstler gibt es doppelt und dreifach in unterschiedlichen Kategorien. Je nachdem WO man gerade ist findet man dann unterschiedliche Lieder (das gilt jedenfalls für die westlichen Dinge).
Was jedenfalls für mich erstaunlich war: ich habe die KTV Abende bisher genossen. Meist war ich nur mit meiner Freundin dort aber das singen war dann immer doch ganz witzig. Ach das erinnert mich an etwas:
Im Vergleich zu Japan werden die chinesischen KTVs jedoch nicht primär zum herumknutschen und anbandeln verwendet. Man hat zwar eine gewisse Privatssphäre, aber primär geht man mit mehreren Freunden dorthin.
Nach ein paar Stunden ist der Timeslot dann aufgebraucht. Das Personal erinnert einen dann freundlich dass die Zeit vorbei sei. Meine Freundin reizt das dann jedoch immer stark aus mit nur noch „ein Lied“ und dann noch eins und noch eins. Ungut wird das Personal dabei nie, nur ich persönlich fühle mich dabei nicht wirklich gut :)
Das nicht-konsumierte kann man dann mitnehmen sofern man das will und es sinnvoll ist.
KTVs sind oft auch bis in den frühen Morgen besucht oder man geht eben schon um 12 oder 1 heim wie wir das meistens tun.
Die Leute steigen dann auf ihre Elektromopeds und fahren nach Hause oder nehmen sich ein Taxi. Ich hätte noch nicht erlebt das wer danach auf Sauftour gegangen ist, aber ich will es nicht ausschließen dass auch das vorkommt :)
PS: Bilder vom KTV kann man auf meiner Picasa Seite finden!
was ist KTV? KTV ist das chinesische Karaoke. Ich denke es ist allgemein bekannt, dass Karaoke in Japan riesig ist. Was aber viel weniger Leute wissen, dass die chinesische Inkarnation hier ebenso beliebt ist, wenn nicht sogar beliebter! Beliebter sind sie unter anderem weil die Chinesen grundsätzlich sehr wenige bis gar keine Hobbies haben. KTV ist eine der wenigen Freizeitbeschäftigungen die sie haben. Daher gibt es auch UNMENGEN von KTVs! Und die Größe der KTVs ist auch erstaunlich... man kann sich leicht darin verlaufen daher merkt man sich am Besten seine Raumnummer (meine letzte war zB B-34)
Im Vergleich zu Japan und vor allem im Vergleich zu unseren Karaokes funktionieren die KTVs hier ziemlich anders.
Man mietet hier einen Raum in dem man dann mit Freunden für einen „Time-Slot“ relativ ungestört für sich ist. Es ist auch üblich mit seiner Familie hinzugehen. Und JEDER hat zu singen, abstinent bleiben funktioniert nicht wirklich. Die Räume sind in verschiedenen Größen zu haben und natürlich je nach Größe teurer oder billiger.
Man kann zu essen und zu trinken bestellen. Zum Essen sind das meistens Snacks wie Chicken Wings, eisgekühlte grüne Bohnen in Sojasauce (mein persönlicher Favorit!), Popccorn auf chinesische Art (also süß), Hendl-Haxen oder ähnliches. Zum trinken gibt es alle möglichen Spirituosen und Soft-Drinks oder frische Fruchtsäfte.
Bestellt wird entweder direkt beim Kellner, oder wenn man gerade den Raum mietet in dem kleinen „Supermarkt“ der im KTV oft untergebracht ist. Dort hat man eine große Auswahl an chinesischem oder amerikanischen Leichtbier und anderem. Die Preise sind erstaunlicherweise nicht höher als in den Lokalen obwohl alles so luxuriös anmutet. Man kann auch eine „Suite“ nehmen, => eine Essenssuite. Letztes Mal entschieden wir uns für eine Suite um 200 Yuan, das sind 25 Euro. Enthalten waren 12x 330ml Bier, eine mittelgroße Schale Popkorn, eine Früchteplatte, ein Teller Pommes Frittes sowie einmal die eisgekühlten Bohnen mit Sojasauce und Wasabi. Diese Bohnen sind so ähnlich wie unsere Erbsen, sind aber irgendwie eine andere Art.
Sie sind auch einfach selbst zuzubereiten. Einfach kaufen, dann entweder mit Schale in Wasser mit ganz wenig Salz oder auch mit Gewürzen kochen und dann einfrieren. Danach mit Sojasauce servieren. Köstlich und auch noch gesund wie ich glaube! Wenn man keinen Kühlschrank hat so wie wir kann man sie auch ohne einfrieren essen, dann schmecken sie auch gut. Sehr häufig auch üblich sind, wie zu so vielen anderen Gelegenheiten auch, Nüsse oder andere Kerne in Schalen. Geht man in einen KTV-Raum voll von Chinesen ist der Boden und der Tisch meist übersät mit den Schalen.
Wie in China oft üblich, lädt hier eine Person als Gastgeber die anderen ein. Wenn man schließlich alle Snacks und Getränke hat (und Snacks sind in China enorm wichtig!!!) kann es losgehen.
Nicht nur die Räume selbst sondern alleine die Hallen der KTVs sind sehr oft sehr luxuriös ausgestattet. Oft mit einem bestimmten Stil der sich durch alles durchzieht. Das ganze kann schon ganz schön beeidruckend aussehen. Die Räume haben ein oder zwei riesige Fernseher, ein komfortables Sofa, Glastische, eine Laser-Licht-Anlage, sowie einen Touchscreen auf dem man aus einem RIESIGEN Arsenal an Liedern auswählen kann. Auch hier kann man erwähnen: alles wirklich schön, neu, sauber und beeindruckend. Auch die Kellner sind höflich, zuvorkommend und addrett gekleidet.
Das erste Mal KTV war ich ja skeptisch... erstens ist so playback singen so nicht ganz meines und zweitens... ob ich da irgendein Lied in der Auswahl finde das ich kenne? Es stellt sich heraus, es gibt doch genügend Lieder auch für westliche Personen die man singen kann.
Manches erschließt sich einem jedoch nicht. So gibt es zB durchaus viele Lieder von den Beatles, aber nur ein einziges von den Rolling Stones... und das kenne ich nicht. Manche Sachen sind vorhanden und andere sehr große Namen fehlen dafür. Oder es gibt zwar 3 Lieder von ABBA aber kein wirklich großer Hit... viele der Westlichen Lieder wirklichen Evergreens oder Superhits sind außerdem den Chinesen unbekannt. Dann haben sie zB 3 Lieder von No Doubt, aber es gibt kein einziges Lied von Nirvana.
Dafür sind sie extrem verwundert wenn man auf die Frage ob man das gerade gespielte chinesiche Stück kennt sagt man kenne es nicht um gleich darauf zum wiederholten Male zu sagen das man im Westen KEINEN EINZIGEN Chinesischen Sänger kennt und daher auch keine Lieder... bis dieselbe Frage eine halbe Stunde später wieder gestellt wird zu einem anderen Chinesischen Lied.
Die Westlichen Lieder sind außerdem meist nicht original und oft stimmt auch der Text nicht bzw der Text wird in falscher Geschwindigkeit wiedergegeben.
Da es eine riesige Auswahl an Stücken gibt ist aber für jeden etwas dabei und selbst wenn ich mit meiner Freundin für 3,5 Stunden zu zweit zum KTV gehe finde ich genügend Dinge die mir einigermaßen Spaß machen zu singen. Und das will was heißen denn ich habe doch einen anspruchsvolleren Geschmack was Musik betrifft.
Das ist jedoch nichts gegen die Unmenge an asiatischen Lieder die man findet!
Nicht nur von Mainland-China, sondern auch extrem viel von Taiwan. (Auch vieles mit englischer Beschriftung die zB so lautet: „Only to be used in Taiwan“. Auch sehr viel von Hong Kong, viele Südkoreanische Bands und andere asiatische Musiker. Es gibt offenbar sehr viele Asiaten die auf chinesisch singen, der Markt ist halt einfach riesig...
Leider ist die Datenbank extrem schlecht sortiert: Manche Bands/Künstler gibt es doppelt und dreifach in unterschiedlichen Kategorien. Je nachdem WO man gerade ist findet man dann unterschiedliche Lieder (das gilt jedenfalls für die westlichen Dinge).
Was jedenfalls für mich erstaunlich war: ich habe die KTV Abende bisher genossen. Meist war ich nur mit meiner Freundin dort aber das singen war dann immer doch ganz witzig. Ach das erinnert mich an etwas:
Im Vergleich zu Japan werden die chinesischen KTVs jedoch nicht primär zum herumknutschen und anbandeln verwendet. Man hat zwar eine gewisse Privatssphäre, aber primär geht man mit mehreren Freunden dorthin.
Nach ein paar Stunden ist der Timeslot dann aufgebraucht. Das Personal erinnert einen dann freundlich dass die Zeit vorbei sei. Meine Freundin reizt das dann jedoch immer stark aus mit nur noch „ein Lied“ und dann noch eins und noch eins. Ungut wird das Personal dabei nie, nur ich persönlich fühle mich dabei nicht wirklich gut :)
Das nicht-konsumierte kann man dann mitnehmen sofern man das will und es sinnvoll ist.
KTVs sind oft auch bis in den frühen Morgen besucht oder man geht eben schon um 12 oder 1 heim wie wir das meistens tun.
Die Leute steigen dann auf ihre Elektromopeds und fahren nach Hause oder nehmen sich ein Taxi. Ich hätte noch nicht erlebt das wer danach auf Sauftour gegangen ist, aber ich will es nicht ausschließen dass auch das vorkommt :)
PS: Bilder vom KTV kann man auf meiner Picasa Seite finden!
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3.7.13
Pruefungen vorbei!
Okay,
erst habe ich mir zu wenig Zeit gelassen um richtig für die
Prüfungen lernen zu können. Aber es ist dann alles offenbar sehr
gut gegangen, ich habe ein gutes Gefühl... mit allen 3 Prüfungen.
Ein bisschen krank ist dass für die „Speaking“ class es am meisten notwendig war chinesische Charakter lesen und schreiben zu können... man hätte das wohl eher von der „Reading“ class vermutet in der man auch das schreiben lernt. Die Prüfungen in Reading bestanden aus:
Sätze korrigieren, aus Worten Sätze bilden, Einsetz-Übungen, zu chinesischen Zeichen das korrespondierende Pinyin hinzuschreiben und auch umgekehrt. Die Speaking Prüfung hatte auch das alles. Noch zusätzlich die Aufgabe 6 Sätze über das Leben in China zu schreiben (natürlich in chinesischen Schriftzeichen) sowie einen mündlichen Teil in dem man Charakter und Pinyin aussprechen sollte und ein Bild beschreiben sollte.
Die Prüfung für Listening hatte:
Zuhören und das entsprechende Pinyin erkennen, Töne erkennen, kurzen Dialogen zuhören und dann zu jedem Dialog eine Frage zu beantworten (zB: was will der Mann kaufen? Wo befindet sich die Dame? In welchem Zimmer wohnt Mali?) und von einem Diktat einzelne Worte in einen vorgegebenen Text einsetzen. Sehr chinesisch: der Laptop über den die aufgenommenen Texte gesprochen hatte eine grauenhafte Audioqualität! Und das Prüfungszimmer hat furchtbar gehallt. In den Übungen habe ich dieselbe CD mit den Dialogen besser verstanden... aber ich denke ich habe es dennoch gut gemeistert. Einige der Dialoge hatte ich davor geübt und wusste daher mit Sicherheit die richtige Antwort selbst wenn ich nicht alles verstand.
Hier in China haben im Moment ALLE Prüfungen. An denselben Tagen, in denselben Stunden. Die Prüfungskultur hat Jahrhunderte Tradition in China! Und irgendwie merkt man das auch. Es ist schwer zu beschreiben. Aber die "gaokan", die wichtigen Abschlussprüfungen halten wie ich schon einmal schrub hier das ganze Land in Atem!
Damit werden dann hier auch alle zur selben Zeit dann wahnsinnig wenn sie die Prüfungen geschafft haben. Gestern Abend war die „ ini-Ausgehmeile“ aka Foreigners Street und Umgebung sehr ausgelassen... das war sicher nichts gegen 昆都 (Kundu) DER Ausgehmeile der Stadt, aber man merkte es auch in der Foreigners Street.
Naja... halt chinesisch wahnsinning, das ist hier nicht so ungut wie es in Wien werden kann wenn man die U4-Schwedenplatz wandert an manchen Tagen wenn gerade viel gefeiert wird. Das liegt einfach daran weil die Leute hier meist nicht soviel trinken... und ja auch nicht vertragen :)
Wann und wie ich die Ergebnisse der Tests kriege hat mir niemand sagen können... weder die Professoren noch die Administration... ich denke aber das ist ein Unikum der KUST und gilt nicht für alle Unis hier. Die Profesoren haben aber gleich gesagt sie wüssten zwar nicht wie wir da rankommen aber sie schicken uns die Ergebnisse über SMS.
Uns?
Leo ist zu den Prüfungen gekommen, die Mitstudentin aus Laos aber nicht. Leo hat sich nicht wirklich gut geschlagen da er einfach keine Lust hat die chinesischen Schriftzeichen zu lernen. Das ging die erste Zeit gut, aber hat ihm jetzt wohl bei den Prüfungen das Kreuz gebrochen. Er bleibt noch ein weiteres Semester hier, fehlgeschlagene Prüfungen sind aber kein Problem da er kein Stipendiumsstudent ist. Er kann einfach weiterstudieren. Das die Stipendiumsstudentin aus Laos nicht angetreten ist wird für sie jedoch zum Problem werden.
Das Stipendiumssystem hier ist interessant zu beobachten. Der chinesische Staat lässt es sich viel kosten Ausländern Stipendien zukommen zu lassen. Das monatliche Taschengeld an ausländische Studenten mit Stipendium hier sind höher als viele Monatslöhne, außerdem wird ihnen die Student Dormitory noch extra bezahlt die qualitativ viel besser ist als jene in denen die chinesischen Studenten wohnen! Und es gibt VIELE ausländische Studenten mit Stipendium hier. Die Länderzusammensetzung gibt auch schön Aufschluss darauf auf welche Länder sich China strategisch konzentriert. Laos, Cambogia, Pakistan, Indien(!), etwas Thailand, einige afrikanische Staaten.
In einem Gespräch vermutete meine Freundin meine laotische Mitstudentin ist nur hier für eine schöne Zeit um noch zusätzlich Geld einzustreichen, da die Kohle die sie hier bekommt ein vielfaches ist was Laoten normalerweise verdienen können....
Jetzt ist es jedenfalls vorbei, ich versuche jetzt ein offizielles Zeugnis oder sowas zu bekommen. Das hat aber die Uniadministranten bisher nur sehr verwirrt. Freitag soll ich wiederkommen. Solche Aussagen kenne ich schon aber na gut, dann mache ich das...
Ein bisschen krank ist dass für die „Speaking“ class es am meisten notwendig war chinesische Charakter lesen und schreiben zu können... man hätte das wohl eher von der „Reading“ class vermutet in der man auch das schreiben lernt. Die Prüfungen in Reading bestanden aus:
Sätze korrigieren, aus Worten Sätze bilden, Einsetz-Übungen, zu chinesischen Zeichen das korrespondierende Pinyin hinzuschreiben und auch umgekehrt. Die Speaking Prüfung hatte auch das alles. Noch zusätzlich die Aufgabe 6 Sätze über das Leben in China zu schreiben (natürlich in chinesischen Schriftzeichen) sowie einen mündlichen Teil in dem man Charakter und Pinyin aussprechen sollte und ein Bild beschreiben sollte.
Die Prüfung für Listening hatte:
Zuhören und das entsprechende Pinyin erkennen, Töne erkennen, kurzen Dialogen zuhören und dann zu jedem Dialog eine Frage zu beantworten (zB: was will der Mann kaufen? Wo befindet sich die Dame? In welchem Zimmer wohnt Mali?) und von einem Diktat einzelne Worte in einen vorgegebenen Text einsetzen. Sehr chinesisch: der Laptop über den die aufgenommenen Texte gesprochen hatte eine grauenhafte Audioqualität! Und das Prüfungszimmer hat furchtbar gehallt. In den Übungen habe ich dieselbe CD mit den Dialogen besser verstanden... aber ich denke ich habe es dennoch gut gemeistert. Einige der Dialoge hatte ich davor geübt und wusste daher mit Sicherheit die richtige Antwort selbst wenn ich nicht alles verstand.
Hier in China haben im Moment ALLE Prüfungen. An denselben Tagen, in denselben Stunden. Die Prüfungskultur hat Jahrhunderte Tradition in China! Und irgendwie merkt man das auch. Es ist schwer zu beschreiben. Aber die "gaokan", die wichtigen Abschlussprüfungen halten wie ich schon einmal schrub hier das ganze Land in Atem!
Damit werden dann hier auch alle zur selben Zeit dann wahnsinnig wenn sie die Prüfungen geschafft haben. Gestern Abend war die „ ini-Ausgehmeile“ aka Foreigners Street und Umgebung sehr ausgelassen... das war sicher nichts gegen 昆都 (Kundu) DER Ausgehmeile der Stadt, aber man merkte es auch in der Foreigners Street.
Naja... halt chinesisch wahnsinning, das ist hier nicht so ungut wie es in Wien werden kann wenn man die U4-Schwedenplatz wandert an manchen Tagen wenn gerade viel gefeiert wird. Das liegt einfach daran weil die Leute hier meist nicht soviel trinken... und ja auch nicht vertragen :)
Wann und wie ich die Ergebnisse der Tests kriege hat mir niemand sagen können... weder die Professoren noch die Administration... ich denke aber das ist ein Unikum der KUST und gilt nicht für alle Unis hier. Die Profesoren haben aber gleich gesagt sie wüssten zwar nicht wie wir da rankommen aber sie schicken uns die Ergebnisse über SMS.
Uns?
Leo ist zu den Prüfungen gekommen, die Mitstudentin aus Laos aber nicht. Leo hat sich nicht wirklich gut geschlagen da er einfach keine Lust hat die chinesischen Schriftzeichen zu lernen. Das ging die erste Zeit gut, aber hat ihm jetzt wohl bei den Prüfungen das Kreuz gebrochen. Er bleibt noch ein weiteres Semester hier, fehlgeschlagene Prüfungen sind aber kein Problem da er kein Stipendiumsstudent ist. Er kann einfach weiterstudieren. Das die Stipendiumsstudentin aus Laos nicht angetreten ist wird für sie jedoch zum Problem werden.
Das Stipendiumssystem hier ist interessant zu beobachten. Der chinesische Staat lässt es sich viel kosten Ausländern Stipendien zukommen zu lassen. Das monatliche Taschengeld an ausländische Studenten mit Stipendium hier sind höher als viele Monatslöhne, außerdem wird ihnen die Student Dormitory noch extra bezahlt die qualitativ viel besser ist als jene in denen die chinesischen Studenten wohnen! Und es gibt VIELE ausländische Studenten mit Stipendium hier. Die Länderzusammensetzung gibt auch schön Aufschluss darauf auf welche Länder sich China strategisch konzentriert. Laos, Cambogia, Pakistan, Indien(!), etwas Thailand, einige afrikanische Staaten.
In einem Gespräch vermutete meine Freundin meine laotische Mitstudentin ist nur hier für eine schöne Zeit um noch zusätzlich Geld einzustreichen, da die Kohle die sie hier bekommt ein vielfaches ist was Laoten normalerweise verdienen können....
Jetzt ist es jedenfalls vorbei, ich versuche jetzt ein offizielles Zeugnis oder sowas zu bekommen. Das hat aber die Uniadministranten bisher nur sehr verwirrt. Freitag soll ich wiederkommen. Solche Aussagen kenne ich schon aber na gut, dann mache ich das...
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