15.5.13

1234-Häschenalarm!


Hier kann man doch täglich wieder was erstaunliches erleben, selbst an den Orten die man glaubt schon zu kennen. Beim „Greisler“ meines Vertrauens um die Ecke wollte ich fürs kochen einkaufen gehen. Als ich das Geschäft dann betreten habe und mich auf den Weg zum Gemüse machte traute ich irgendwie meinen Ohren nicht. Es spielte ein Lied von „Dimu Borgir“ einer ziemlich „bösen“ Band aus Skandinavien. Sprich viel Metal, dumpf, krächzende Gitarren und entsprechender Gesang. Nicht meine Art von Musik, ich stehe auf anderes aber durchaus beachtenswert und vor allem: nicht leicht zugänglich.
Beispiel für deren Musik findet man hier.
Daher war diese Geräuschuntermalung eher erstaunlich, auch zumal die Chinesen selbst ja meist auf Gesäuselmusik wie Balladen stehen die dann nochmal langsamer und gesäuseliger gemacht werden. Oder auf sehr simple „Kindergartenmusik“ wie ich sie nenne, also irgendwas was man auch in einem Kindergarten bei uns spielen würde (und ich hier schon in der Nahen Schule immer wieder höre). Daher Dimur Borgir... skandinavische Metalklänge in Südchina... doch sehr exotisch. Die Anwesenden Chinesen haben davon aber offenbar nicht wirklich Notiz genommen soweit ich es bemerkt habe. Ich war zwar schon mehr oder minder mit dem Einkauf fertig, wollte aber noch abwarten was denn als nächstes Lied kommen würde. Das Erlebnis wurde dann noch obskurer: Ich staunte nicht schlecht als ich ein grottensimples Techno-Lied vernahm. Und noch besser: der Text war auf Deutsch wie ich bald bemerkte. Am Anfang habe ich es nicht glauben können aber bald war ich sicher es ist deutsch und konnte auch den Text verstehen. „Eins, zwei drei vier... Häschenalarm!“ kam da aus den Lautsprechern. Wie das klingt? Hörst du da.Also durchaus schon ein wenig mehr für den chinesischen Geschmack, denn das hat ja schon wieder ein wenig etwas von einem Kinderlied. Da fiel mir jedoch auf das man hier in China praktisch nie mit so Technogekreische gequält wird (sie haben anderes). Das ist aber ganz angenehm, Russland wäre im Vergleich grausam zu mir. Auch konnte ich nach einem Monat Kuba den spanischsprachigen Hiphop dort nicht mehr hören, der konsequent denselben Beat verwendet. So gesehen ist das ganz angenehm! Und und einigen Lokalen hier ist die Musik auch sehr angenehm. 

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