Ich verfolge seit gestern mit großer Aufmerksamkeit die Berichterstattung zu dem Anschlag auf den Bahnhof von Kunming.
diepresse
faz
orf
Auf der Geburtstagsfeier auf der ich gestern war hatten die wenigsten schon davon gelesen oder einen Zusammenhang mit mir hergestellt, aber ich habe doch einmal ein "Hey, warst du nicht genau dort... in Kunming?" als Frage bekommen. Daher habe ich mir -verkatert- entschieden mal meinen Senf zu dem Thema abzugeben.
Nein, die Region um Kunming ist nicht (plötzlich) gefährlich. Ich habe mehr um meinen Bekannten Angst der in Kunming wohnt und gerade in Thailand ist als um meine Bekannten in Kunming.
Das erste was mir aufgefallen ist war die typisch lächerlichen ersten westlichen Pressemeldungen. Auch ORF.at und diepresse.at brachten folgenden Wortlaut den man jetzt noch zB auf www.welt.de finden kann.
"Kunming liegt in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Diese grenzt unter anderem an die autonome Region Tibet. China hält Tibet seit dem Jahr 1951 besetzt und kontrolliert die autonome Region sowie die anliegenden Provinzen, in denen ebenfalls zahlreiche Tibeter leben, mit harter Hand."
Die Meldung hat 6 Absätze und der letzte davon ist der gerade zitierte. Refleksartig kommt einem westlichen Reporter sofort Tibet in den Sinn wenn er China hört. Nicht nur das Tibet mit dem Anschlag in Yunnan nichts zu tun hat, aber es wird auch noch suggeriert dass die "harte Hand" in Tibet und in umliegenden Provinzen solche Anschläge mit verursacht hat.
Viel Blödsinn. Wenn man sich ein wenig mit der Gegend auskennt dann ist schon beim ersten überfliegen der Meldung eine Verbindung dieser Geschichte mit Tibet unwahrscheinlich sondern hatte andere Vermutungen die sich mittlerweile auch bestätigt haben.
Wie man mittlerweile lesen kann geht es ja nicht um Tibeter sondern um Uiguren. Am besten aufgeschlüsselt findet man es auf einer der chinesischen Newsseiten das es sich nicht um den ersten Vorfall handelt. Kann sich wer auf den Anschlag am Platz des himmlischen Friedens in Peking letzes Jahr erinnern? Da besteht wohl der Zusammenhang. Und keiner mit Tibet.
Es hat auch nichts mit einer "harten Hand" zu tun warum das genau in Yunnan passiert ist.
Der Grund warum es die Hauptstadt dieser Provinz getroffen hat ist das genaue Gegenteil:
In dem von laut westlichen Journalisten mit "harter Hand" regierten Yunnan werden Sicherheitsvorkehrungen im Vergleich zum Rest des Landes recht lasch gehandhabt.
Das macht Anschläge leichter. Die Provinz Xinjiang um die es wohl geht, liegt aber eigentlich wo ganz wo anders (siehe Google Maps).
Ja, es Leben einige Tibeter in Yunnan, die Provinz hat aber mehr als 40 Minderheiten (bei mehr als 80 Millionen Einwohnern). Und ich habe in meiner ganzen Zeit in Yunnan keine "harte Hand" gegenüber Minderheiten erspüren können. Weder von dem was ich gesehen, noch von dem was ich von Leuten gehört habe. Die an der Grenze zu Tibet liegende Region (in der viele Tibeter leben) hat einen irren Vibe, aber nicht im negativen Sinn. Ich habe unter anderem diese Gegend um "Shangri-La" bereist nachdem meine Blogeinträge abprupt geendet haben. Irre Landschaft, nette Leute. Unterdrückt? Ich habe kaum so wenige Polizisten gesehen.
Für mich sind einige der Berichte über diesen Vorfall jedenfalls ein weiterer Beweis mit welcher Vorsicht man Nachrichten im Allgemeinen genießen sollte und gerade die welche mit zu China zu tun haben. Das sieht man ja auch in diesem Fall mit den unterschiedlichen Zahlen zu Verletzten, Toten und Attentätern.
Wenn man sich, auch im Lichte dieser neuen Ereignisse, mehr über die Problematik in der Provinz Xinjiang informiert -und welche Anschläge in diesem Zusammenhang schon verübt wurden-, dann sieht man vielleicht auch die letzte Entwicklung etwas anders in der die U.S.A. 3 chinesische/uigurische Guantanamo Häftlinge unter Protest der Chinesen in die Slowakei gesendet haben. Peking fordert, dass diese Terroristen nach China überstellt werden sollten , die USA ignorieren diese Forderung.
Eines ihrer Argumente: dass den Uiguren in China Folter oder Verfolgung drohen könnte finde ich etwas lächerlich angesichts der Tatsache dass die Amerikaner ja selbst in Guantanamo erwiesenermaßen gefoltert haben, Terroristen verfolgen und auch einsperren.
Sind Terroristen gefährlicher solange sie Anschläge gegen die U.S.A. verüben würden aber nicht wenn sie welche gegen China planen könnten?
25.7.13
Gesperrte Kreditkarte
Ich
staunte vor ein paar Tagen nicht schlecht als meine Kreditkarte
abgelehnt wurde. Man kann offenbar noch so vorsichtig sein... und
trotzdem kann es einen erwischen. Ein seperates Betriebssystem für
Online Banking und Kreditkartenzahlungen und keine windigen
Transaktionen auf der Straße... und beim online bezahlen immer nur
über Kabel und nicht über Wifi. Viel paranoider kann man ja nicht
sein... und dennoch hat irgendwer versucht mit meiner Paylife Visa zu
zahlen. 2 Transaktionen an irgendeine NGO mit Beträgen um jeweils 5
Euro. Die Firma hats bemerkt und meine Karte gesperrt und mir gleich
einen eingeschriebenen Brief geschickt... an meine Wiener Adresse,
also von mir nicht bekommen worden ist. Das ich von der Firma offenbar einen eingeschriebenen Brief bekommen habe hatte mir meine Familie schon gesagt. Aber den Grund habe ich nicht geahnt. Bemerkt habe ich es dadurch
erst als ich mit der Karte zahlen wollte. Komischerweise habe ich den
Status der Karte beim einloggen nicht herausfinden können...
jedenfalls habe ich gerade in einem Telefonat mit der Firma geklärt
dass sie mir die neue Karte nach China schicken und die alte gesperrt
bleibt. Sollte nur eine Woche dauern. Die sind recht fix und
freundlich und haben auch gefragt wann sie mich denn unter welcher
Nummer erreichen können.
Und genau wegen solchen Fällen bin ich froh dass ich mir vor meinem Aufbruch nach China eine zweite Karte ausstellen habe lassen!
Und genau wegen solchen Fällen bin ich froh dass ich mir vor meinem Aufbruch nach China eine zweite Karte ausstellen habe lassen!
24.7.13
Rückdatierte Posts
nur als kleine info, mittlerweile ist der reisebericht über xishuangbanna fertig und alle 3 berichte sind rückdatiert in den blog reingestellt!
Ein chinesischer Zoo
Ich
bin mit Steven und seiner kleinen Cousine in einen der beiden
hiesigen Tierparks gegangen. Es gibt in Kunming 2 Stück. Einen weit
außerhalb, den man am besten mit einem Auto durchfährt der auch die
Pandas hat und einen in der Stadt. Beide scheinen durchaus berühmt
zu sein. Wegen den vorhandenen Tieren bzw. auch wegen der Schönheit.
Wir haben den in der Stadt besucht.
Ich war gespannt auf die Unterschiede zu den Zoos bei uns. Und derer gab es natürlich wieder einige!
Einerseits ist der Zoo ein Erholungsgebiet und nicht nur Zoo. Die Eintrittskosten sind ähnlich wie für die anderen Parks in Kunming. Parks in China kosten sehr häufig Eintritt. Daher ist der Zoo auch nichts anderes als ein Park. Daher gibt es auch die typischen Gruppentänze oder in der Früh sicher Tai Chi. Die „Parkanlagen“ sind daher schön und nicht die Tiere stehen grundsätzlich im Vordergrund. Außerdem hat der Zoo einen eigenen „Prater“ integriert mit allem was dazu gehört. Achterbahnen, einer Geisterbahn etc. Dieser ist nicht groß, aber bietet doch einigen Zeitvertreib.
Die Tiere gehen dabei fast unter. Viele Bereiche des Parks haben daher keine Käfige, diese sind nur an paar Stellen. Und an diesen Stellen sind die Käfige recht klein bzw kahl. Man sieht Leoparden ständig an einer Wand hin und herlaufen, einen einsamen Menschenaffen gelangweilt am Betonboden liegen, Bären einsam oder zu zweit in ihrem Käfig hinter kleinmaschigen Gitter dösen. Die Käfige sind kaum ausgestattet, viele haben nicht einmal Heu oder anderen „natürlichen“ Boden. Der „Vorteil“ davon ist dass sich die Tiere nicht „verstecken“ können, man bekomment also alle zu Gesicht. Und zu sehen gibt es imposante Tiere. Große Bären, Leoparden, Tiger und... weiße Tiger! Die habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Steven fragte mich dann wie ich den Zoo fände. Ich erwähnte dann als Hauptpunkt die kleinen Käfige. Steven meinte der andere Zoo hätte sehr große und moderne Käfige. Ich meinte daraufhin, vielleicht der andere. Aber halt die Käfige für die Tiere hier wären klein. Steven sagte daraufhin „Yes, I know! But come on! This zoo is VERY OLD! Twenty or thirty years!“
Und es stimmt. Das ist eine Ewigkeit im modernen in China!
Wir haben den in der Stadt besucht.
Ich war gespannt auf die Unterschiede zu den Zoos bei uns. Und derer gab es natürlich wieder einige!
Einerseits ist der Zoo ein Erholungsgebiet und nicht nur Zoo. Die Eintrittskosten sind ähnlich wie für die anderen Parks in Kunming. Parks in China kosten sehr häufig Eintritt. Daher ist der Zoo auch nichts anderes als ein Park. Daher gibt es auch die typischen Gruppentänze oder in der Früh sicher Tai Chi. Die „Parkanlagen“ sind daher schön und nicht die Tiere stehen grundsätzlich im Vordergrund. Außerdem hat der Zoo einen eigenen „Prater“ integriert mit allem was dazu gehört. Achterbahnen, einer Geisterbahn etc. Dieser ist nicht groß, aber bietet doch einigen Zeitvertreib.
Die Tiere gehen dabei fast unter. Viele Bereiche des Parks haben daher keine Käfige, diese sind nur an paar Stellen. Und an diesen Stellen sind die Käfige recht klein bzw kahl. Man sieht Leoparden ständig an einer Wand hin und herlaufen, einen einsamen Menschenaffen gelangweilt am Betonboden liegen, Bären einsam oder zu zweit in ihrem Käfig hinter kleinmaschigen Gitter dösen. Die Käfige sind kaum ausgestattet, viele haben nicht einmal Heu oder anderen „natürlichen“ Boden. Der „Vorteil“ davon ist dass sich die Tiere nicht „verstecken“ können, man bekomment also alle zu Gesicht. Und zu sehen gibt es imposante Tiere. Große Bären, Leoparden, Tiger und... weiße Tiger! Die habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Steven fragte mich dann wie ich den Zoo fände. Ich erwähnte dann als Hauptpunkt die kleinen Käfige. Steven meinte der andere Zoo hätte sehr große und moderne Käfige. Ich meinte daraufhin, vielleicht der andere. Aber halt die Käfige für die Tiere hier wären klein. Steven sagte daraufhin „Yes, I know! But come on! This zoo is VERY OLD! Twenty or thirty years!“
Und es stimmt. Das ist eine Ewigkeit im modernen in China!
21.7.13
„Kunming is very dry!“ - Eine Stadt versinkt in den Fluten
Seit
vorgestern regnet es hier ungewöhnlich heftig. Wir sind gerade in
der „Rainy Season“, aber wie aufmerksame Leser wissen wurde mir
ja gesagt das in dieser Stadt seit einigen Jahren Dürre herrscht.
Diese Dürre habe ich mit meinem Kommen ja mehr oder minder beendet, das hatte sich ja schon herausgestellt. Das die heurige Rainy Season aber dann doch eher heftiger werden würde war nicht so abzusehen...
Rainy Season bedeutet laut einem Ausländer meines Vertrauens eigentlich nur dass es pro Woche Zweimal über ein paar Stunden regnen würde und das es dann 1-2 Peak-Wochen geben würde in denen längere Regenperioden daherkommen würden. Die Regenfälle würden zwar lang aber nicht zu stark sein.
Es kommt derzeit anders.
Österreichern muss ich über Überflutungen derzeit ja nichts erzählen, aber wir haben das hier jetzt auch. Vorgestern begann es in der Nacht stark zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Gerade mal einen Tag später zu Mittag war es dann soweit dass die Stadt durch den Regen teilweise lahmgelegt wurde... ich hatte mir ausgemacht mich mit einigen Freunden zu treffen, aber 2 Stunden nach Beginn dem vereinbarten Treffen sagte uns die Schwedin Cici endültig ab weil sie einfach nicht durchkam.
Wasserfälle bildeten sich vom 2. Autobahnring um die City.
Der Verkehr kam zum erliegen weil Tunnel unter Wasser standen.
Personen standen in Bussen auf den Sitzen weil die Straßen sich überfluteten und dann auch die Busse Unterwasser waren.
Okay, es hatte schon die Tage davor öfters für 1-2 Stunden geregnet, aber das war nichts besonderes dachte ich. Das aber dann der Regen von einer Nacht und eines halben Tages genügen würde.... naja das Kanalsystem ist für die Mengen einfach nicht ausgelegt.
So sitze ich jetzt hier im 20 Stockwerk und blicke auf eine sehr nasse Stadt herab.
Aber auch mich hat es erwischt. Denn offenbar ist genügend Wasser in den Keller des Hauses gelangt. Nun funktionieren die Lifte nicht mehr. Beide. Und unsere Wohnung ist im 20. Stock... heida, gestern am Abend war das raufgehen dann ein Spaß!
Im Moment geht es ja noch weil wir noch einen Kannister Trinkwasser haben. Aber ich glaube nicht dass wir den Trinkwasserkannistermann (cooler Name oder?) dazu bringen werden können einen neuen Kannister in den 20. Stock zu tragen...
Ich bin gespannt wann sie das wieder reparieren werden... ich habe ja immerhin auch fast eine Woche auf ein Klo gewartet...
Diese Dürre habe ich mit meinem Kommen ja mehr oder minder beendet, das hatte sich ja schon herausgestellt. Das die heurige Rainy Season aber dann doch eher heftiger werden würde war nicht so abzusehen...
Rainy Season bedeutet laut einem Ausländer meines Vertrauens eigentlich nur dass es pro Woche Zweimal über ein paar Stunden regnen würde und das es dann 1-2 Peak-Wochen geben würde in denen längere Regenperioden daherkommen würden. Die Regenfälle würden zwar lang aber nicht zu stark sein.
Es kommt derzeit anders.
Österreichern muss ich über Überflutungen derzeit ja nichts erzählen, aber wir haben das hier jetzt auch. Vorgestern begann es in der Nacht stark zu regnen und es hörte nicht mehr auf. Gerade mal einen Tag später zu Mittag war es dann soweit dass die Stadt durch den Regen teilweise lahmgelegt wurde... ich hatte mir ausgemacht mich mit einigen Freunden zu treffen, aber 2 Stunden nach Beginn dem vereinbarten Treffen sagte uns die Schwedin Cici endültig ab weil sie einfach nicht durchkam.
Wasserfälle bildeten sich vom 2. Autobahnring um die City.
Der Verkehr kam zum erliegen weil Tunnel unter Wasser standen.
Personen standen in Bussen auf den Sitzen weil die Straßen sich überfluteten und dann auch die Busse Unterwasser waren.
Okay, es hatte schon die Tage davor öfters für 1-2 Stunden geregnet, aber das war nichts besonderes dachte ich. Das aber dann der Regen von einer Nacht und eines halben Tages genügen würde.... naja das Kanalsystem ist für die Mengen einfach nicht ausgelegt.
So sitze ich jetzt hier im 20 Stockwerk und blicke auf eine sehr nasse Stadt herab.
Aber auch mich hat es erwischt. Denn offenbar ist genügend Wasser in den Keller des Hauses gelangt. Nun funktionieren die Lifte nicht mehr. Beide. Und unsere Wohnung ist im 20. Stock... heida, gestern am Abend war das raufgehen dann ein Spaß!
Im Moment geht es ja noch weil wir noch einen Kannister Trinkwasser haben. Aber ich glaube nicht dass wir den Trinkwasserkannistermann (cooler Name oder?) dazu bringen werden können einen neuen Kannister in den 20. Stock zu tragen...
Ich bin gespannt wann sie das wieder reparieren werden... ich habe ja immerhin auch fast eine Woche auf ein Klo gewartet...
16.7.13
Xishuangbanna die Dritte!
Der
dritte Tag war schließlich angebrochen und ein innerer Drang wurde
immer unerträglicher: ich musste endlich die Elefanten sehen! Am
ersten Tag hatte es nicht geklappt im Danting Park. Am zweiten Tag
war es zu spät noch irgendwo hinzufahren wo wir Elefanten gescheit
zu Gesicht bekommen konnten. Der dritte Tag war angebrochen, der
letzte Tag an dem meine Freundin mit mir da sein würde. Heute
mussten Elefanten her.
The White Elephant Valley ist die beste
Adresse um meinen inneren Drang befriedigen zu können. Also
kontaktierten wir den Taxifahrer unseres Vertrauens und fuhren mit
diesem zur White Elephant Valley. Die Kosten sind nicht so schlimm
selbst mit dem Taxi. Um 200 (XXXX) Yuan hin und zurück mit warten.
Das ist verschmerzbar. Eintritt sind für Studenten 80 Yuan, wenn man
mit dem Sessellift fahren will nochmal 80 Yuan 2-Way oder 45 One-Way.
Ein Tourguide kostet 100 Yuan und es gibt Extras die man noch
zusätzlich nehmen kann. Der Park ist schön gelungen, es gibt auch eine Bühne für Eingeborenenvorstellungen ganz so wie Chinesen sie mögen. Auch gibt es ein paar recht kleine Käfige die manche Österreicher wegen ihrer Größe aufschreien lassen würden in denen man andere exotische Tiere bewundern kann. Da ich erst am Vortag wieder vom Tierschützer-Mafia-Prozess gelesen habe dachte ich mir vielleicht sollten wir diese Leute nach China schicken... aber ich schweife schon wieder ab.
Und es gibt dort eine eigene Manege mit Sesseln und Tischen rundherum wo es pro Tag ein paar Vorstellungen von dressierten Elefanten gibt. Man kann die Elefanten beobachten wie sie die Dompteure auf dem Rüssel herumtragen, wie sie auf Holzbalken balancieren oder wie sie Pyramiden aus Elefanten machen. Für 10€ darf man auf den Elefanten reiten, für 5 Euro extra kriegt man noch ein Foto wie man vom Elefanten auf dem Rüssel getragen wird.
Für solche Fotos viel zu zahlen mag uns komisch erscheinen ist aber sehr Chinesisch. Chinesen mögen so etwas.
Da kann ich etwas zu der Schilderung der Mekong-Schiffsfahrt hinzufügen. Ein paar der Performances wurden von thailändischen Lady-Boys (Transvestiten) gemacht. Die Neugier der Chinesen war groß. Schon während der Vorstellung wurden die Lady-Boys dann hinter dem Publikum aufgestellt. Für einen Obulus von ein paar Euro durfte man dann ein Foto mit dem Lady-Boy seiner Wahl machen.
Die thailändischen Lady-Boys sind für Chinesen offenbar sehr kurios und führen zu starkem Interesse. Das ist insofern bemerkenswert weil die Chinesen ja grundsätzlich kein allzu lockeres Verhältnis zu Homosexualität haben. Wie schon einmal berichtet hat man hier als Mann eigentlich keine langen Haare zu haben. Oder sollte als Frau nicht zu lässig daherkommen.
Oder ich erinnere mich an die Geschichte dass mein Freund in Kuendu ausgegangen ist und ihm von einer Thailänderin 2-3 Drinks spendiert wurden. Er wurde dann von einem Freund zur Seite genommen der meinte, ob er wüsse das diese Person aus Thailand stammte. Er antwortete ja. Sein Freund meinte daraufhin ob er denn auch sicher wäre ob es wirklich eine SIE ist. Daraufhin begann mein Freund den Kontakt zu dieser Dame für den weiteren Abend zu meiden...
Daher: Thailändische Lady-Boys sind interessant... solange sie nicht zuuu nahe kommen.
Die hier performenden Transvestiten waren jedoch doch stärker als Männer zu erkennen und waren wahscheinlich auch keine Thailänder sondern Chinesen. Ich würde sogar vermuten dass viele von den Künstlern auf dem Boot das nicht aus Leidenschaft machen sondern um Geld zu verdienen und sich sonst keine Frauenkleider anziehen würden...
Das also noch als kleiner Nachtrag zu dem letzten Eintrag. Doch jetzt zurück zu den Elefanten!
Vervollständigt wird der Wild Elephant Park durch ein kleines Schmetterlingshaus und ein eigenes Vogelhaus auch mit Vorstellung. Dort zeigen Papageien ihre Kunststücke bzw. natürlich kann man sich mit ihnen fotografieren lassen und dann für schlappe 2,4€ das Foto kaufen. Die Papageien sind aber aus Südamerika... was der süßen Show aber keinen Abbruch tut.
Hier im Elefantenpark ist mir schließlich eine Theorie gekommen. Denn als Mitteleuropäer kann einen hier das Schicksal der Tiere als grausam vorkommen. Von der Dressur sowie von der Unterbringung. Genauso findet man die „Künststücke“ und die Performances von den Tieren jetzt nicht wirklich spektakulär sondern kann sie mit unseren mitteleuropäischen Moralvorstellungen sogar als Entwürdigend betrachten:
So etwas gibt es zum großen Teil bei uns nicht mehr. Tiere in solch nicht-Artgerechter Haltung... kann ich mich gerade einmal erinnern bei uns gesehen zu haben als ich ganz klein war. Löwendomptur? Gibt es in den Zirkussen bei uns eigentlich nicht mehr. Als ich ganz klein war schon.
Und genau darin liegt der Schlüssel.
Man darf nicht vergessen wie rasend schnell sich China entwickelt hat und wie dieses Land noch vor 10 oder 20 Jahren ausgesehen hat. Chinesen mögen schon alle unsere technischen Gadgets haben (teilweise vor uns, weil sie stellen sie her) und sie mögen auch schön öfter in Hochhäusern wohnen als wir, aber manche Bereiche haben sich noch nicht entwickelt oder anders entwickelt.
So gesehen haben die Chinesen vielleicht ein Verständnis von Tierhaltung wie wir in den 80ern oder 90ern. Ihre Handhabe ist also nicht grundsätzlich negativ.
Jeeedenfalls war das Reiten auf dem Elefanten für uns mit dem alten Tour-Guide und Tourist Trick billiger. Und wog das schlechte Essen dort auf.
Leeeider haben wir es nicht geschafft wilde Elefanten zu sehen... die haben wohl geschlafen. Aber immerhin habe ich mein Ziel erreicht IRGENDEINEN hiesigen Elefanten zu Gesicht zu bekommen.
Danach ging es zurück in die Stadt, Faith musste zu ihren Touristen. Ich habe mich dann entschieden schon zurück nach Kunming zu fahren... allzu viel gibt es hier einfach nicht zu sehen, kennt man einen Urwaldpark, kennt man alle. Botanische Gärten habe ich im letzten Jahr schon genug gesehen und die hiesigen Tempel kannte ich auch schon. Außerdem waren die meisten anderen Sehenswürdigkeiten etwas in der Gegend verstreut und zu denen einzeln Hinreisen mit Sack und Pack hatte ich auch nicht mehr wirklich Lust.
Busticket kaufen ist mit rudimentären Chinesischkenntnissen auch kein zu großes Problem weil hier der Busbahnhof nicht allzu groß ist. Ich bin dann noch etwas in der Stadt herumspaziert und die Atmosphäre aufgesaugt beziehungsweise diese unglaublich süßen Ananas gegessen! Herrlich.
Bei der Busfahrt zurück habe ich dann schließlich mehr Glück mit dem Bett gehabt.
Es gab natürlich wieder einen Film zum ansehen. Diesmal einen Chinesischen. „Kung Fu Chef“ wurde dieser genannt,ich schätze ein Hong Kong Film aus den 80ern und der Titel und der Inhalt muss eigentlich dafür gesorgt haben dass er in China zum Blockbuster wurde... denn es ging um Kung Fu sowie um Essen. Nein die Hauptakteure waren sogar Köche die Kung Fu konnten... bei dem riesigen Interesse das Chinesen am Essen und an dessen Zubereitung haben ist der Erfolg garantiert. Auf Nachfrage sagte auch meine Freundin dass sie den Film kannte...
Die Rückfahrt wurde außerdem davon gekenntzeichnet das wir 4 Mal von Polizei und Armee aufgehalten wurden. 3 Mal zur Ausweiskontrolle und einmal zur Gepäckskontrolle. Das habe ich hier noch nie erlebt. Die Beamten waren jedoch äußerst freundlich und überhaupt nicht ungut.
Die letzte Kontrolle war gegen 2 Uhr in der Nacht. Ich nützte dann die Gelegenheit schlaftrunken auszusteigen und durch die Nacht zu taumeln um zu pinkeln. Währenddessen störte mich dann ein Polizist und redete bestimmt und höflich aber unverständlich auf mich ein und zeigte in eine Richtung. Aber es kam schon ein Chinese aus dem Bus vorbei und sagte dann „You only follow me“. Erst als ich wieder eingestiegen war konnte ich mir zusammenreimen was passiert war. Ich hatte nämlich offenbar neben das Zelt der Soldaten gepinkelt. Der Polizist zeigte nur wo ich stattdessen hingehen sollte... aber da war ich ja schon fertig. Wie ich noch später bemerkte machte sich das angesammelte Karma durch diesen Vorfall schnell bemerkbar denn entweder auf dem Weg zum Zelt, zu dem Platz den der Polizist dann zuwies oder auf dem Weg zurück zum Bus stieg ich in eine Art Jauchepfütze... was dann dazu führte das ich versuchte meine Schuhe notdürftig zu reinigen und dann luftdicht in ein Sackerl zu verschließen.
In Kunming angekommen suchte ich mir dann ein Taxi das mich mit Taxometer heimbringen würde. Gar kein so leichter Unterfangen aber ich wusste nicht genau wieweit der Bahnhof von meiner Wohnung entfernt war. Im Taxi habe ich dann recht viel mit dem wiffen Taxler auf chinesisch reden können. Und wie immer verschätzten wir uns beide gewaltig beim raten des Alters des jeweils anderen.
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Xishuangbanna
15.7.13
Der zweite Tag in Xishuangbanna
Nachdem
wir schon 2 Parks gesehen hatten wollten wir dann doch ein wenig was
anderes noch ausprobieren.
Unser ursprünglicher Plan ging nicht wirklich auf weil wir nicht wirklich früh aus dem Bett kamen... so hatten wir nur noch den halben Tag. Als erstes suchten wir uns einen Taxifahrer um ein paar Infos einzuholen. Wenn man chinesisch spricht und auch vom Kommisionsspiel weiß dann kann man gute Infos von Taxifahrern bekommen. Okay, na gut, als erstes gingen wir erstmal essen, diesmal weniger scharf als am Abend damit ich etwas mehr essen kann...
Unser erstes Ziel: ein Mekong River Cruise. Wir spielten das mittlerweile schon eintrainierte Ausländer-mit-Tour-Guide Spiel um recht viel Kohle zu sparen. Dadurch dass der Taxifahrer kaufte sparten wir nochmal einen Euro.
Ich war dennoch recht unrund weil es am Anfang nicht gut funktioniert hat und erstmal darin endete dass ich alleine hinter der -wie in China üblich- ignorierten Sicherheitskontrolle alleine stand und nicht wusste was passiert. Als dann eine Chinesin mich ansprach ich solle aufs Boot gehen (wir waren die letzten die noch nicht an Bord waren) erlaubte ich mir den schnitzer ihr auf chinesisch mitzuteilen dass ich noch auf meine Freundin warten würde und nicht wüsste warum sie noch nicht da ist. Aber dann fiel mir ja ein dass sie mein Tour Guide war... also tippte ich flux in Handy auf chinesisch „Tour Guide“ ein, zeigte es der Dame während ich auf Faith deutete und wiederholte den Satz um ihre Verwirrung komplett zu machen. Schließlich kam Faith und wir gingen aufs Schiff.
Wir haben sogar noch ein wenig mehr getrickst, da wir nur für das unterste Deck Karten hatten wobei die „Performance“ jedoch ganz oben war. Faith hatte durch Tour-Guide zwar die Möglichkeit überall hinzukommen aber ich theoretisch nicht. Zwar stellten sich auf 2 Decks Chinesen in meinen Weg, aber mit erst einem für sie unverständlichen Stakkato aus englisch und verständnislosen Blicken und dann Faith die auf sie einredete konnten wir dann hinauf. Hier in Xishuangbanna gibt es noch weniger Westliche als in Kunming von dem was ich die letzten Tage gesehen habe. Man erregt sogar noch ein wenig mehr aufsehen.
Die Performance war dann typisch aufs chinesische Publikum zugeschnitten.
Erstmal gab es was zum essen. Hier in diesem Gebiet sind natürlich die Früchte außergewöhnlich gut! Ich habe noch nie so süße Ananas gegessen! Die schmecken hier fast so wie bei uns die Ananas aus der Dose! Vom Süßgehalt her! Außerdem Melonen, Erdnüsse, Sticky-Rice in Bananenblättern und Mais. Der Mais war aber sehr besonders, denn es war Sticky-Corn! Ich wusste nicht einmal das es so etwas gibt! Schaut aus wie unser Mais, nur ist er nicht gelb, sondern stark weißlich nur an wenigen Stellen brauner als bei uns. Und schmeckt süßer und gatschiger.
Wir die ja eigentlich keine validen Karten für die Aufführung hatten saßen dafür in der ersten Reihe und futterten soviel wir wollten. Der Rest der Chinesen hatte dazu kaum Gelegenheit.... dann begann jedenfalls die Performance.
5 ethnische Gruppen waren abgebildet, Laos, Thailand, Xishuangbanna, Vietnam und Cambogia. Bauchfrei wurde getanzt wie sich das hier so gehört. Bei dem ganzen Tamtam hat man halt leider nur von dem Mekong absolut nichts mitbekommen! So etwas stört aber die Chinesen nicht wirklich! Nach ein paar Stunden legten wir wieder am Ursprungshafen an.
Danach ging es in einen Urwaldpark. Dafür war es aber schon recht spät, so gegen 16 Uhr. Der ist von der Stadt keine 20 Minuten entfernt. Wir würden den Park amerikanisch nennen: man kann ein Elektrofahrzeug mieten um zu dem besten Aussichtspunkt zu fahren. Außerdem gibt es einen Picknikplatz der aus riesigen künstlichen Bäumen besteht.
Auch im Park: eine wunderschöne Parkanlage mit Restaurant an einem kleinen See auf dem auch schwarze Schwäne schwimmen und an dem Pfauen flanieren. Auf Wunsch und um jeweils so 10 Euro singt das Personal für jeweils ca. 1-2 Minuten ein Lied der lokalen Minderheit während man isst oder aufs essen wartet. Dieses Restaurant war auch das erste das ich sah dem die Hygienenote „A“ vergeben wurde! Das musste ich natürlich gleich fotografieren. Gegessen haben wir dort aber nicht, wir sind weiter in den Wald.
Was soll man sagen? Urwald halt. Netterweise haben sie einen eigenen Weg auf einem Steg durchgelegt. War schön anzusehen aber den brasilianische Urwald hat mich irgendwie mehr beeindruckt.
Der Steg war jedoch angenehm zu gehen und hat einen auch vergessen lassen dass wir davor für lange Zeit auf einer asphaltierten Straße entlangmarschiert sind bei denen uns Unmengen von Elektroautos des Parks überholt haben... was nicht gerade ein Urwaldfeeling war.
Beim zurückgehen haben wir dann noch wilde Affen angetroffen. Die haben wir gerade dabei gestört wie sie sich aus den Mülleimern bedient haben.
Außerdem gab es dort noch eine altes restauriertes Minority-Village. Dort wurde ich dann noch von einer der dort arbeitenden jungen Dame gefragt warum ich so handsome wäre. Faith hat das netterweise für mich übersetzt. Darauf wusste ich zwar mehrere Antworten aber ich wollte meine Freundin nicht verärgern also sparte ich den Atem... war eh schwül genug.
Mittlerweile neigte sich die Sonne schon gen Horizont und die hiesigen Insekten setzten zu ihrem Konzert ein. Irre laut!
Aber die Lautstärke ist auch nicht verwunderlich: Warum sollten die chinesischen Grillen auch nicht laut sein wenn doch auch die Chinesen laut sind?
Dann ging es zurück in die Stadt.
Essen am Mekong, wir bestellten Krabben. Kostenpunkt immerhin 20 Euro, aber recht gut zubereitet, sehr scharf aber ich habs gerade geschafft sie essen zu können.
Dann haben wir uns die Flaniermeile angesehen die auf einem Damm entlang des Mekongs geht. Viele Standeln, am Anfang davon selbstverständlich nur Essen und Getränke, wir sind hier ja in China... man kann sich für einen knappen Euro einen frischen Fruchtsaft aus den unmöglichsten Früchten mixen lassen. Ein Angebot dass ich gerne öfters in Anspruch genommen habe!
Der Tand zum einkaufen war auch insofern beeindruckend weil eigentlich kein Stand dasselbe hatte wie ein anderer Stand.
Am Ende der Meile sind wir noch ein wenig weiter spaziert. Wir haben dann sehr komische Geräusche vernommen. Erst dachte ich es wäre irgend ein Mönchsgesang (aus versteckten Lautsprechern), dann ein Instrument... später stellte sich heraus es waren riesige Frösche die in Abflussrinnen saßen...
Dann ging es zurück ins Hotel, der Tag war geschafft!
Unser ursprünglicher Plan ging nicht wirklich auf weil wir nicht wirklich früh aus dem Bett kamen... so hatten wir nur noch den halben Tag. Als erstes suchten wir uns einen Taxifahrer um ein paar Infos einzuholen. Wenn man chinesisch spricht und auch vom Kommisionsspiel weiß dann kann man gute Infos von Taxifahrern bekommen. Okay, na gut, als erstes gingen wir erstmal essen, diesmal weniger scharf als am Abend damit ich etwas mehr essen kann...
Unser erstes Ziel: ein Mekong River Cruise. Wir spielten das mittlerweile schon eintrainierte Ausländer-mit-Tour-Guide Spiel um recht viel Kohle zu sparen. Dadurch dass der Taxifahrer kaufte sparten wir nochmal einen Euro.
Ich war dennoch recht unrund weil es am Anfang nicht gut funktioniert hat und erstmal darin endete dass ich alleine hinter der -wie in China üblich- ignorierten Sicherheitskontrolle alleine stand und nicht wusste was passiert. Als dann eine Chinesin mich ansprach ich solle aufs Boot gehen (wir waren die letzten die noch nicht an Bord waren) erlaubte ich mir den schnitzer ihr auf chinesisch mitzuteilen dass ich noch auf meine Freundin warten würde und nicht wüsste warum sie noch nicht da ist. Aber dann fiel mir ja ein dass sie mein Tour Guide war... also tippte ich flux in Handy auf chinesisch „Tour Guide“ ein, zeigte es der Dame während ich auf Faith deutete und wiederholte den Satz um ihre Verwirrung komplett zu machen. Schließlich kam Faith und wir gingen aufs Schiff.
Wir haben sogar noch ein wenig mehr getrickst, da wir nur für das unterste Deck Karten hatten wobei die „Performance“ jedoch ganz oben war. Faith hatte durch Tour-Guide zwar die Möglichkeit überall hinzukommen aber ich theoretisch nicht. Zwar stellten sich auf 2 Decks Chinesen in meinen Weg, aber mit erst einem für sie unverständlichen Stakkato aus englisch und verständnislosen Blicken und dann Faith die auf sie einredete konnten wir dann hinauf. Hier in Xishuangbanna gibt es noch weniger Westliche als in Kunming von dem was ich die letzten Tage gesehen habe. Man erregt sogar noch ein wenig mehr aufsehen.
Die Performance war dann typisch aufs chinesische Publikum zugeschnitten.
Erstmal gab es was zum essen. Hier in diesem Gebiet sind natürlich die Früchte außergewöhnlich gut! Ich habe noch nie so süße Ananas gegessen! Die schmecken hier fast so wie bei uns die Ananas aus der Dose! Vom Süßgehalt her! Außerdem Melonen, Erdnüsse, Sticky-Rice in Bananenblättern und Mais. Der Mais war aber sehr besonders, denn es war Sticky-Corn! Ich wusste nicht einmal das es so etwas gibt! Schaut aus wie unser Mais, nur ist er nicht gelb, sondern stark weißlich nur an wenigen Stellen brauner als bei uns. Und schmeckt süßer und gatschiger.
Wir die ja eigentlich keine validen Karten für die Aufführung hatten saßen dafür in der ersten Reihe und futterten soviel wir wollten. Der Rest der Chinesen hatte dazu kaum Gelegenheit.... dann begann jedenfalls die Performance.
5 ethnische Gruppen waren abgebildet, Laos, Thailand, Xishuangbanna, Vietnam und Cambogia. Bauchfrei wurde getanzt wie sich das hier so gehört. Bei dem ganzen Tamtam hat man halt leider nur von dem Mekong absolut nichts mitbekommen! So etwas stört aber die Chinesen nicht wirklich! Nach ein paar Stunden legten wir wieder am Ursprungshafen an.
Danach ging es in einen Urwaldpark. Dafür war es aber schon recht spät, so gegen 16 Uhr. Der ist von der Stadt keine 20 Minuten entfernt. Wir würden den Park amerikanisch nennen: man kann ein Elektrofahrzeug mieten um zu dem besten Aussichtspunkt zu fahren. Außerdem gibt es einen Picknikplatz der aus riesigen künstlichen Bäumen besteht.
Auch im Park: eine wunderschöne Parkanlage mit Restaurant an einem kleinen See auf dem auch schwarze Schwäne schwimmen und an dem Pfauen flanieren. Auf Wunsch und um jeweils so 10 Euro singt das Personal für jeweils ca. 1-2 Minuten ein Lied der lokalen Minderheit während man isst oder aufs essen wartet. Dieses Restaurant war auch das erste das ich sah dem die Hygienenote „A“ vergeben wurde! Das musste ich natürlich gleich fotografieren. Gegessen haben wir dort aber nicht, wir sind weiter in den Wald.
Was soll man sagen? Urwald halt. Netterweise haben sie einen eigenen Weg auf einem Steg durchgelegt. War schön anzusehen aber den brasilianische Urwald hat mich irgendwie mehr beeindruckt.
Der Steg war jedoch angenehm zu gehen und hat einen auch vergessen lassen dass wir davor für lange Zeit auf einer asphaltierten Straße entlangmarschiert sind bei denen uns Unmengen von Elektroautos des Parks überholt haben... was nicht gerade ein Urwaldfeeling war.
Beim zurückgehen haben wir dann noch wilde Affen angetroffen. Die haben wir gerade dabei gestört wie sie sich aus den Mülleimern bedient haben.
Außerdem gab es dort noch eine altes restauriertes Minority-Village. Dort wurde ich dann noch von einer der dort arbeitenden jungen Dame gefragt warum ich so handsome wäre. Faith hat das netterweise für mich übersetzt. Darauf wusste ich zwar mehrere Antworten aber ich wollte meine Freundin nicht verärgern also sparte ich den Atem... war eh schwül genug.
Mittlerweile neigte sich die Sonne schon gen Horizont und die hiesigen Insekten setzten zu ihrem Konzert ein. Irre laut!
Aber die Lautstärke ist auch nicht verwunderlich: Warum sollten die chinesischen Grillen auch nicht laut sein wenn doch auch die Chinesen laut sind?
Dann ging es zurück in die Stadt.
Essen am Mekong, wir bestellten Krabben. Kostenpunkt immerhin 20 Euro, aber recht gut zubereitet, sehr scharf aber ich habs gerade geschafft sie essen zu können.
Dann haben wir uns die Flaniermeile angesehen die auf einem Damm entlang des Mekongs geht. Viele Standeln, am Anfang davon selbstverständlich nur Essen und Getränke, wir sind hier ja in China... man kann sich für einen knappen Euro einen frischen Fruchtsaft aus den unmöglichsten Früchten mixen lassen. Ein Angebot dass ich gerne öfters in Anspruch genommen habe!
Der Tand zum einkaufen war auch insofern beeindruckend weil eigentlich kein Stand dasselbe hatte wie ein anderer Stand.
Am Ende der Meile sind wir noch ein wenig weiter spaziert. Wir haben dann sehr komische Geräusche vernommen. Erst dachte ich es wäre irgend ein Mönchsgesang (aus versteckten Lautsprechern), dann ein Instrument... später stellte sich heraus es waren riesige Frösche die in Abflussrinnen saßen...
Dann ging es zurück ins Hotel, der Tag war geschafft!
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